Berliner Polizist soll mit gefälschtem Sportabzeichen Tausende ergaunert haben
Catrin KabusBerliner Polizist soll mit gefälschtem Sportabzeichen Tausende ergaunert haben
Ein 31-jähriger Berliner Polizist muss sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten, nachdem er angeblich ein gefälschtes Sportabzeichen genutzt haben soll, um eine Beförderung zu erschleichen. Die Täuschungen sollen die Polizei Tausende Euro an unrechtmäßigen Zahlungen gekostet haben. Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Rückerstattung der veruntreuten Gelder.
Der Beamte reichte 2020 ein gefälschtes Zertifikat für das Deutsche Sportabzeichen in Gold ein. Auf Grundlage dieses falschen Dokuments wurde er befördert und erhielt eine Gehaltserhöhung. Bis Mai 2026 belaufen sich die durch die Beförderung verursachten unberechtigten Zahlungen voraussichtlich auf rund 11.600 Euro.
Dem Polizisten wird zudem vorgeworfen, 2020 in zwei separaten Fällen Dienstunfähigkeit vorgetäuscht zu haben. Diese weiteren Betrugsfälle sollen die Berliner Polizei mit etwa 7.700 Euro belastet haben. Insgesamt summieren sich die falschen Ansprüche auf rund 19.300 Euro, deren Rückzahlung die Staatsanwaltschaft nun einfordert.
Der Beamte muss sich vor dem Amtsgericht Tiergarten in drei Fällen wegen gewerbsmäßigen Betrugs verantworten. Die Berliner Polizei hat zudem ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet. Im Prozess geht es um das gefälschte Abzeichen, die überhöhten Gehaltszahlungen und die vorgetäuschte Dienstunfähigkeit. Innerhalb der Polizei laufen bereits disziplinarische Maßnahmen. Bei einer Verurteilung könnte der Beamte zur Rückzahlung der gesamten Summe verpflichtet werden.






