31 May 2026, 10:26

Betrüger nutzen Kleinanzeigen-Plattform mit raffinierten Maschen aus

Falsche Zahlung, Rührselige Geschichte, Phishing: Wie man Betrug auf Kleinanzeigen erkennt

Betrüger nutzen Kleinanzeigen-Plattform mit raffinierten Maschen aus

Online-Kleinanzeigen bleiben ein zentraler Marktplatz für Millionen in Deutschland – mit über 50 Millionen aktiven Angeboten zu jeder Zeit. Doch Betrüger nutzen die Beliebtheit der Plattform weiterhin aus und setzen dabei auf raffinierte Maschen, um sowohl Käufer als auch Verkäufer um Geld und Waren zu prellen.

Ein besonders hartnäckiger Betrug dreht sich um gehackte Konten: Langjährige, vertrauenswürdige Profile werden übernommen, um ahnungslose Nutzer zu täuschen. Betrüger geben sich auch als Käufer aus, behaupten, die Zahlung sei bereits erfolgt, und drängen Verkäufer, die Ware umgehend zu versenden. Andere erfinden gefälschte Kurierdienste oder vermeintliche Drittanbieter, um Transaktionen zu beschleunigen.

Opfer erhalten oft Links zu täuschend echten, aber gefälschten Zahlungs- oder „Käuferschutz“-Seiten, die das originale Portal oder PayPal imitieren. Manche Betrüger setzen sogar auf persönliche Schicksalsgeschichten, um Mitleid zu erregen – und drängen dann auf ungewöhnliche Zahlungsmethoden oder überstürzten Versand. Eine weitere Gefahr ist das Dreiecksbetrugsmodell: Kriminelle verkaufen Waren, die ihnen nicht gehören, und nutzen dabei gestohlene Zahlungsdaten oder kompromittierte Konten.

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Auf der anderen Seite locken unehrliche Verkäufer mit gefragten Artikeln zu unrealistisch niedrigen Preisen. Sie verlangen Vorabzahlungen per Überweisung oder Geschenkkarten – und verschwinden anschließend mit dem Geld, ohne die Ware zu liefern. Trotz Gegenmaßnahmen bleiben diese Betrugsmaschen ein wiederkehrendes Problem auf der Plattform, die mittlerweile zur Adevinta Group gehört.

Die enorme Reichweite der Seite – Millionen Nutzer und zehntausende Angebote – macht sie zu einem bevorzugten Ziel für Betrüger, die Vertrauen und Zeitdruck ausnutzen. Als führende Plattform auf dem deutschen Gebrauchtmarkt bleibt sie sowohl für ehrliche Nutzer als auch für Kriminelle attraktiv. Betrug mit gefälschten Zahlungen, gehackten Konten und überstürzten Geschäften hält an – und hinterlässt Opfer ohne Ware oder Geld. Behörden und die Plattform selbst stehen weiterhin vor der Herausforderung, das Problem umfassend in den Griff zu bekommen.

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