Bitcoin-Kurs rutscht Richtung deutschen Verkaufspreis – drohen neue Verluste?
Herbert RennerBitcoin-Kurs rutscht Richtung deutschen Verkaufspreis – drohen neue Verluste?
Bitcoin-Kurs stürzt ab – Niveau der deutschen Verkäufe in Reichweite
In den vergangenen Wochen ist der Bitcoin-Kurs stark gefallen und pendelt nun bei rund 62.000 US-Dollar. Dieser Rückgang bringt seinen Wert bedenklich nah an den Durchschnittspreis heran, zu dem Deutschland seine Bestände Anfang dieses Jahres veräußert hatte. Der Absturz folgt auf eine längere Phase von Mittelabflüssen aus Bitcoin-Investmentfonds.
Deutschland hatte 2024 insgesamt 49.858 Bitcoin verkauft – im Schnitt zu einem Preis von 57.900 US-Dollar pro Einheit. Die Transaktionen brachten dem Staat Einnahmen von etwa 2,89 Milliarden US-Dollar ein. Damals lag der Höchststand des Bitcoin-Kurses im Jahr 2025 noch mehr als 100 Prozent über diesem Verkaufspreis.
Seither hat der Markt jedoch an Schwung verloren. Ein weiterer Rückgang um nur 6 Prozent würde Bitcoin unter den deutschen Verkaufspreis drücken. Die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Veräußerungskurs Deutschlands und dem aktuellen Marktwert hat sich mittlerweile auf unter 7 Prozent verringert.
Zusätzlichen Druck üben die anhaltenden Abflüsse aus physisch besicherten Bitcoin-ETFs aus: Allein in 13 aufeinanderfolgenden Tagen flossen 4,33 Milliarden US-Dollar ab. Diese anhaltenden Kapitalabzüge haben den Abwärtstrend des Bitcoin-Kurses weiter verstärkt.
Da Bitcoin nur knapp über dem deutschen Exit-Preis gehandelt wird, wächst die Gefahr weiterer Verluste. Schon ein geringer zusätzlicher Rückgang könnte die verbleibende Pufferzone aufzehren. Die Märkte beobachten die Entwicklung nun mit Spannung, während die Anlegerstimmung vorsichtig bleibt.






