Blitzer in Salzgitter-Thiede stoppt Unfälle – doch die Technik hat Grenzen
Gerdi BaumBlitzer in Salzgitter-Thiede stoppt Unfälle – doch die Technik hat Grenzen
Dauerhafte Geschwindigkeitsüberwachung in Salzgitter-Thiede zeigt Wirkung
Seit über einem Jahr überwacht eine stationäre Blitzeranlage die Frankfurter Straße in Salzgitter-Thiede. Die Installation erfolgte auf Initiative von Dieter Schneider, einem parteilosen Mitglied des Bezirksrats Nordost, und sollte die seit langem bestehenden Sicherheitsbedenken auf der nahegelegenen B248 entschärfen.
Der Blitzer wurde nach wiederholten Forderungen nach Maßnahmen wegen schwerer Unfälle auf der B248 in Höhe der Zufahrt zu Salzgitter-Thiede aufgestellt. Zwar liegen keine genauen Statistiken zu früheren Zusammenstößen vor, doch die Stadtverwaltung rechtfertigte den Standort mit der dortigen Unfallhistorie. Schneider hatte insbesondere nach Veränderungen im Fahrverhalten, Geschwindigkeitsüberschreitungen und der Eignung des Standorts für die Überwachung gefragt.
Seit Inbetriebnahme der Anlage gab es an der Stelle keine Unfälle mehr. Zudem trägt der Blitzer zum Schutz von Radfahrern an einem nahegelegenen Straßenübergang bei. Allerdings stößt die Kontrolle an Grenzen: Sechs Kameras müssen sich zwei rotierende Geräte teilen. Dennoch wurden bereits sechs Ordnungswidrigkeitsverfahren aufgrund der aufgenommenen Bilder eingeleitet.
Für die Aufstellung der Anlage musste ein Parkplatz gesperrt werden – eine Maßnahme, die technisch unvermeidbar gewesen sei, wie es hieß. Eine Verlegung des Blitzers wurde ausgeschlossen; er bleibt an seinem aktuellen Standort.
Die Geschwindigkeitskontrolle ist nun seit über einem Jahr aktiv, ohne dass es an der Stelle zu Unfällen gekommen wäre. Sie leistet einen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zum Schutz von Radfahrern. Trotz begrenzter Ressourcen wird die Wirksamkeit des Systems weiterhin von den lokalen Behörden überwacht.






