BMW startet Produktion einer revolutionären Steuereinheit für Wasserstoffautos
Gerdi BaumBMW startet Produktion einer revolutionären Steuereinheit für Wasserstoffautos
BMW Group startet Vorserienproduktion einer neuen Steuereinheit für Wasserstofffahrzeuge
Die BMW Group hat mit der Vorserienfertigung einer neuen Steuereinheit für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge begonnen. Die als Energy Master bezeichnete Komponente wird vollständig eigenentwickelt und -gefertigt. Erstmals zum Einsatz kommen wird sie im künftigen BMW iX5 Hydrogen, dessen Markteinführung für 2028 geplant ist.
Am BMW-Werk in Landshut läuft bereits die Produktion des wasserstoffspezifischen Energy Master. Diese Einheit bündelt Energie- und Datenströme, steuert die Leistungsverteilung und fungiert als Schnittstelle zwischen dem Brennstoffzellensystem und der Hochvoltbatterie. Es handelt sich um eine angepasste Version eines bestehenden Systems, das bereits in batterieelektrischen Modellen wie dem BMW iX3 und dem BMW i3 der neuen Generation zum Einsatz kommt.
Wie Josef Hochreiter, Leiter der Brennstoffzellen-Projekte bei der BMW Group, erläuterte, sorgt die Technologie durch intelligente Steuerung der Hochvoltbatterie für dynamisches und sicheres Fahren. Der BMW iX5 Hydrogen wird zudem die dritte Generation der hauseigenen Brennstoffzellentechnologie nutzen, die in Zusammenarbeit mit der Toyota Deutschland GmbH entwickelt wurde.
Das Fahrzeug verfügt über ein innovatives Flachtank-System für die Wasserstoffspeicherung, das eine Reichweite von bis zu 750 Kilometern ermöglicht. Die Entwicklung von Antriebsstrang und Tanksystem ist Teil des Projekts HyPowerDrive, das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit 191 Millionen Euro sowie vom Freistaat Bayern mit 82 Millionen Euro im Rahmen der europäischen IPCEI-Initiative gefördert wird.
Der Energy Master stellt einen wichtigen Meilenstein im Wasserstoffprogramm von BMW dar. Die Produktion in Landshut läuft bereits an, während der BMW iX5 Hydrogen voraussichtlich 2028 auf den Markt kommen wird. Das Projekt unterstreicht das Engagement des Unternehmens für Eigenentwicklung und Kooperationen zur Weiterentwicklung der Wasserstoffmobilität.
