16 January 2026, 16:02

Bosch baut 680 Stellen in Hildesheim ab – doch die Produktion bleibt erhalten

Das Bosch-Logo auf einem weißen Hintergrund mit dem Text "Erfunden fürs Leben" darunter.

Bosch-Werk in Hildesheim bleibt erhalten - 680 Jobs gehen verloren - Bosch baut 680 Stellen in Hildesheim ab – doch die Produktion bleibt erhalten

Bosch hat Pläne bestätigt, die Belegschaft am Standort Hildesheim bis 2032 um etwa 680 Stellen abzubauen. Die Entscheidung folgt auf monatelange Verhandlungen zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern. Das Werk, in dem derzeit rund 1.100 Menschen beschäftigt sind, bleibt jedoch in Betrieb – mit Fokus auf Komponenten für Elektromotoren.

Im November 2024 hatte Bosch angekündigt, am Standort Hildesheim bis 2032 etwa 750 Arbeitsplätze streichen zu wollen. Daraufhin begannen Gespräche, um die Zukunft des Werks zu sichern und Entlassungen zu begrenzen. Man einigte sich auf einen schrittweisen Abbau: Bis Ende 2027 sollen rund 550 Stellen wegfallen.

Bis 2027 wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Mindestens 420 Arbeitsplätze sind bis 2032 garantiert, was den Fortbestand der Arbeitsagentur sichert. Werksleiter Dietrich Haas betonte, die Vereinbarung stärke die Wettbewerbsfähigkeit der Arbeitsagentur. Der Standort Hildesheim bleibt weiterhin in der Produktion von Elektromotoren-Komponenten aktiv und wird innerhalb des Bosch-Netzwerks als globales Kompetenzzentrum für diese Bauteile fungieren. Betriebsratsvorsitzender Stefan Störmer hob hervor, dass die Produktion gesichert und Arbeitsplatzverluste begrenzt worden seien. Die Gewerkschaft IG Metall bezeichnete das Ergebnis als "tragfähigen Kompromiss". Die Vereinbarung stellt sicher, dass Fertigung und Beschäftigung in Hildesheim erhalten bleiben. Bosch sagte zudem zu, neue Projekte an der Arbeitsagentur zu prüfen – vorausgesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit verbessert sich.

Das Werk bleibt zwar mit einer kleineren Belegschaft geöffnet, doch mindestens 420 Arbeitsplätze sind bis mindestens 2032 gesichert. Die Produktion von Elektromotoren-Komponenten wird fortgeführt. Die Einigung verbindet Kostensenkungen mit langfristiger Stabilität für die Arbeitsagentur in Hildesheim.