17 January 2026, 19:52

Brandenburg feiert den Start der Karnevalssaison mit Schlüsselübergaben und Traditionen

Eine große Menschenmenge steht vor dem Brandenburger Tor, in der Mitte eine Bühne mit Musikern und Bannern, ein großer Bildschirm rechts, Leuchtpfähle links und ein bewölkter Himmel im Hintergrund.

Rathäuser gestürmt - Karneval in Brandenburg beginnt - Brandenburg feiert den Start der Karnevalssaison mit Schlüsselübergaben und Traditionen

Die Karnevalszeit in Brandenburg hat offiziell begonnen – mit Feiern in der gesamten Region. In Potsdam übergab Oberbürgermeisterin Noosha Aubel symbolisch die Schlüssel zum Rathaus an Jecken und markierte damit den Start der Festlichkeiten. Rund 150 Menschen versammelten sich vor dem Babelsberger Rathaus, da das Potsdamer Haupt-Rathaus wegen Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt.

Die Schlüsselübergabe ist eine langjährige Tradition und steht für die zeitweilige Machtübertragung an die Karnevalsteilnehmer. In Cottbus beteiligte sich auch Oberbürgermeister Tobias Schick an dem Brauch, indem er dem Prinzenpaar der Stadt die Rathausschlüssel überreichte. Das Ritual ähnelt vergleichbaren Veranstaltungen in anderen deutschen Städten, darunter Karlsruhe, das seine Karnevalssaison 2023 bereits am 11. November im Rahmen der Fastnachtsbräuche eröffnete.

Fred Witschel, Präsident des Berliner-Brandenburger Karnevalsverbands, betonte die Bedeutung des Karnevals als verbindendes Element. Die Feiern schaffen Momente der Freude und Leichtigkeit im Alltag, so Witschel. Gleichzeitig diskutiert die Karnevalscommunity aktuell Themen wie kulturelle Aneignung, Inklusion und respektvolle Teilhabe. Regionale Karnevalsvereine haben bereits Schritte unternommen, um ihre Bräuche zu bewahren: Sie beantragten die Anerkennung als immaterielles Kulturerbe, um deren Fortbestand für kommende Generationen zu sichern.

Mit dem Start der Karnevalssaison ziehen bunte Umzüge, Maskenbälle und Straßenfeste durch Brandenburg. Nach den symbolträchtigen Schlüsselzeremonien in Potsdam, Cottbus und anderen Städten sind die Feierlichkeiten nun in vollem Gange. Veranstalter und Teilnehmer setzen sich weiterhin dafür ein, Traditionen lebendig zu halten – stets mit dem Ziel, Respekt und Vielfalt zu fördern.