08 March 2026, 20:29

Braunschweig wird zum Zentrum für Offshore-Forschung mit neuem Millionenprojekt

Eine dichte Ansammlung von Muscheln an einem steinigen Strand, umgeben von Seegras und Algen.

Braunschweig wird zum Zentrum für Offshore-Forschung mit neuem Millionenprojekt

Neues Forschungsprojekt EnviSim4Mare untersucht Auswirkungen von Bewuchs auf Offshore-Windkraftanlagen und Küstenbauwerke

Das Forschungsprojekt EnviSim4Mare erforscht, wie sich mariner Bewuchs auf Offshore-Windkraftanlagen und Küsteninfrastrukturen auswirkt. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Initiative startete am 1. Dezember 2019 mit einer Laufzeit von drei Jahren. An dem Vorhaben beteiligen sich mehrere Forschungsinstitute und Industriepartner, um gemeinsame Lösungen für Herausforderungen im maritimen Infrastruktursektor zu entwickeln.

Zum EnviSim4Mare-Konsortium gehören das Leichtweiß-Institut, das Alfred-Wegener-Institut, die Jörss-Blunck-Ordemann GmbH, die Ocean Breeze Energy GmbH & Co. KG sowie weitere Branchenexperten. Die Abteilung Hydromechanik, Küsten- und Ozeaningenieurwesen des Leichtweiß-Instituts erhält rund 4 Millionen Euro der Gesamtförderung und ist für den Bau einer neuen, salzwasserkompatiblen Forschungsanlage in Braunschweig verantwortlich.

Im ersten Schritt des Projekts werden Teststrukturen in der Nordsee ausgebracht, um natürlichen Bewuchs entstehen zu lassen. Nach dieser Phase werden die besiedelten Bauwerke in die fertige Forschungsanlage nach Braunschweig verbracht, wo sie detailliert analysiert werden. Die Anlage verfügt über einen 32 Meter langen und 3 Meter breiten Wellen- und Strömungskanal, der reale Meeresbedingungen simuliert.

Während das Alfred-Wegener-Institut die biologischen Untersuchungen leitet, obliegt dem Leichtweiß-Institut der Bau des neuen Salzwasser-Wellenströmungskanals. Die Anlage ermöglicht eine präzise Steuerung von Wassertemperatur, Salzgehalt und pH-Wert, um optimale Bedingungen für marine Organismen zu schaffen. Das Projekt knüpft an ähnliche Studien der vergangenen fünf Jahre an, darunter Untersuchungen an den Windparks Borssele III/IV (Niederlande, 2023), Hollandse Kust Noord (Niederlande, 2024) und Moray East (Großbritannien, 2023).

Ziel von EnviSim4Mare ist es, die Auswirkungen von Biofouling auf Offshore-Strukturen besser zu verstehen. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Langlebigkeit und Effizienz zukünftiger Windparks und maritimer Infrastruktur zu steigern. Die Forschungsanlage in Braunschweig wird voraussichtlich in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle bei Tests und Analysen spielen.

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