Bundesregierung blockiert Transparenz bei Millionenausgaben für PR-Berater
Catrin KabusBundesregierung blockiert Transparenz bei Millionenausgaben für PR-Berater
Die deutsche Bundesregierung steht in der Kritik, weil sie sich weigert, Details über ihre Ausgaben für externe Kommunikationsberater offenzulegen. Der linke Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch forderte Transparenz über die Mittel, die Ministerien und die Bundeskanzlei für Krisenkommunikation, Imageberatung oder strategische Dienstleistungen aufwenden.
Bartsch verlangte, die Informationen innerhalb einer Woche vorzulegen. Die Regierung antwortete über den Staatssekretär im Finanzministerium, Dennis Rohde, der erklärte, es sei „unmöglich“, die Daten in diesem Zeitraum zusammenzustellen.
Bartsch verurteilte die Antwort als Affront gegen Parlament und Steuerzahler. Er deutete die Verzögerung entweder als Hinweis auf eine enorme Anzahl an Verträgen und Kosten oder als Versuch der Koalition, negative Publicity zu vermeiden. Zudem unterstellte er der Regierung, sie verschleiere Kürzungen im Sozialbereich, während gleichzeitig Gelder in Öffentlichkeitsarbeit flössen.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat bereits bis zu 2,2 Millionen Euro jährlich für solche Dienstleistungen bewilligt. Diese Summe unterstreicht das Ausmaß der umstrittenen Ausgaben.
Die Weigerung der Regierung, zeitnah Auskunft zu erteilen, hat die Forderungen nach mehr Transparenz verschärft. Die Verzögerung wirft Fragen über den Umfang öffentlicher Mittel auf, die für externe Berater ausgegeben werden. Bartschs Kritik macht deutlich, wie stark die Nachfrage nach Rechenschaftspflicht bei staatlichen Ausgaben wächst.
