CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen Vorwürfe der AfD-Nähe in Sachsen-Anhalt
Alex TintzmannCDU-Chef Heuer wehrt sich gegen Vorwürfe der AfD-Nähe in Sachsen-Anhalt
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, zurückgewiesen. Er bezeichnete die Anschuldigungen als haltlos und betonte, seine Partei müsse zwar inhaltlich mit der AfD diskutieren, dabei aber demokratische Grundsätze wahren. Ein kürzlich veröffentlichtes Foto und Video von einer Wahlveranstaltung, so Heuer, vermittelten fälschlicherweise den Eindruck einer engeren Zusammenarbeit.
Die Situation bezeichnete er als „Dilemma“, da die AfD zwar als rechtsextrem eingestuft werde, aber demokratisch gewählte Mandate innehatte. Heuer räumte ein, dass Kontakte zur Partei missverstanden werden könnten, warf Gegnern jedoch vor, das Thema überzubewerten. Kritiker würden die Vorgänge „künstlich aufblähen“, um eine unangemessene Nähe zu Siegmund zu suggerieren.
Er unterstrich, die CDU solle sich mit der AfD inhaltlich auseinandersetzen, statt Debatten auszuweichen. Zudem begrüßte er Unterstützung aus allen Fraktionen des Landtages – die Herkunft von Stimmen im Parlament dürfe deren Legitimität nicht infrage stellen. Richtige Politik, so Heuer, sei unabhängig davon, wer sie mitträgt.
Heuer forderte, sich stattdessen auf drängendere Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel zu konzentrieren. Die CDU müsse vorrangig zentrale Herausforderungen angehen und dabei die Komplexität parlamentarischer Zusammenarbeit meistern. Die Diskussion um seine Verbindungen zu Siegmund, so sein Tenor, lenke nur von den eigentlichen Problemen ab.






