DDR-Krimi "Volkspolizeiruf" startet mit Verzögerung – Streit um Digitalrechte
Herbert RennerDDR-Krimi "Volkspolizeiruf" startet mit Verzögerung – Streit um Digitalrechte
Neue DDR-Krimi-Serie in Arbeit – Start verzögert sich
Eine neue Krimireihe mit Schauplatz in der ehemaligen DDR steht in den Startlöchern, doch der Sendebeginn lässt auf sich warten. „Volkspolizeiruf – Tatort Ost“ mit Uwe Steimle in der Hauptrolle als Kommissar Bemme, einem Ermittler, der Verbrechen gegen das „DDR-Volk“ aufklärt, soll zunächst über ausgewählte Telegram-Kanäle veröffentlicht werden – ein offizielles Ausstrahlungsdatum steht jedoch noch nicht fest.
Die Serie entsteht als Reaktion auf die Haushaltskürzungen beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), die die Produktion neuer „Tatort“- und „Polizeiruf“-Folgen gestoppt hatten. Verantwortlich für das Projekt ist Produzent Holger Friedrich, der sich mit Werken zu ostdeutschen Themen und Konflikten einen Namen gemacht hat. Streitigkeiten unter den Investoren über die digitalen Ausstrahlungsrechte haben jedoch zu Verzögerungen geführt.
Die Pilotfolge mit dem Titel „Mord unter der Windkraftanlage“ umfasst ungewöhnliche 11.000 Seiten. Bei einer Presseveranstaltung kam es zum Eklat, als Steimle sich öffentlich mit Drehbuchautor Uwe Tellkamp zerstritt. Die Folgen ihres Konflikts könnten später in der „Pieschener Gazette“ oder in Tellkamps nächstem Roman thematisiert werden.
Trotz der internen Querelen will die Serie eine Lücke füllen, die klassische Krimiformate hinterlassen haben. Mit ihrem Fokus auf ostdeutsche Themen und dem Debüt auf Telegram bricht sie bewusst mit herkömmlichen Verbreitungswegen.
Unklar bleibt vorerst, wie es mit der Produktion weitergeht, solange juristische und kreative Auseinandersetzungen anhalten. Gelingt eine Einigung, könnte die Serie eine frische, in der DDR-Kultur verwurzelte Perspektive auf Krimigeschichten bieten. Bis dahin müssen Zuschauer abwarten, ob und wann die Pilotfolge offiziell zu sehen sein wird.






