Der Harz feiert den schneereichsten Winter seit Jahrzehnten – alle Pisten geöffnet
Catrin KabusFrost und schwerer Schnee bringen dem Harz einen 'bildschönen Winter' - Der Harz feiert den schneereichsten Winter seit Jahrzehnten – alle Pisten geöffnet
Der Harz erlebt den besten Winter seit Jahren
Starker Schneefall und frostige Temperaturen haben den Harz in eine winterliche Traumlandschaft verwandelt – alle Skipisten am Wurmberg sind erstmals seit langem vollständig geöffnet. Selbst Gebiete, die ausschließlich auf Naturschnee angewiesen sind, wie das Skigebiet Sonnenberg, können nun betrieben werden.
Die unerwarteten Schneemassen locken Scharen von Besuchern in beliebte Orte wie Schierke, Braunlage und Hahnenklee. Die lokalen Tourismuszahlen zeigen bereits erste Wachstumssignale: Die Übernachtungszahlen steigen seit Ende 2024 spürbar an.
Dieser Winter hat im Harz, Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge, für eine dramatische Wende gesorgt. Nach drei milden Wintern mit wenig Schnee erreichte die Schneedecke im Januar 2025/2026 bereits über 50 Zentimeter – mehr als das Doppelte der bisherigen Durchschnittswerte. Der reichliche Naturschnee ermöglicht es, dass erstmals seit Jahren alle Pisten, auch solche ohne künstliche Beschneiung, geöffnet werden konnten.
Die Winterfreuden ziehen Touristen in Scharen an und beleben die Besucherzahlen in den wichtigsten Destinationen. Schierke verzeichnete im Dezember 2024 bereits 110.000 Übernachtungen – ein Plus gegenüber den 107.000 im Vorjahr. Auch Braunlage, Sankt Andreasberg, Torfhaus, Hohegeiß und Hahnenklee verzeichnen mehr Gäste, die Skigebiete laufen auf Hochtouren.
Die winterlichen Bedingungen inspirierten sogar zu einem Rekord: In Hahnenklee entstand ein 11,5 Meter hoher Schneemann – ein Projekt, für das 300 Kubikmeter Schnee und die Hilfe von über 30 Freiwilligen nötig waren. Die Attraktion zieht zusätzliche Besucher an und sorgt für Aufsehen in der Region.
Doch der viele Schnee bringt nicht nur Vorteile mit sich. Erhöhte Instandhaltungskosten und mögliche Erosionsrisiken durch die Schneelast stellen die Region vor Herausforderungen. Dennoch könnte die verlängerte Saison und die verbesserten Bedingungen langfristig den Ruf des Harz als Wintersportziel stärken.
Der Harz genießt einen seltenen Winterboom: Die Skigebiete sind vollständig geöffnet, die Besucherzahlen steigen, und Attraktionen wie der Riesen-Schneemann steigern die Anziehungskraft der Region. Hält das kalte Wetter an, könnte sich die Saison weiter verlängern – ein willkommener Schub für den lokalen Tourismus und die Infrastruktur.