17 June 2026, 18:25

Dermbach diskutiert umstrittenes Windvorranggebiet W 14 mit klaren Forderungen der Bürger

Öffentliche Versammlung in Dermbach: Kritische Fragen dominieren die Debatte

Dermbach diskutiert umstrittenes Windvorranggebiet W 14 mit klaren Forderungen der Bürger

In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über das Windvorranggebiet W 14 zu diskutieren. Rund 100 Anwohner, Gemeinderäte und Vertreter von Bürgerinitiativen nahmen an der Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt des Abends standen Präsentationen zu dem Gebiet sowie dem übergeordneten regionalen Windenergieplan.

Bürgermeister Thomas Hugk eröffnete die Diskussion und betonte die Bedeutung einer Abwägung zwischen den Vor- und Nachteilen der Windenergie. Der zweite Entwurf des Teilplans sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. Landrat Dr. Michael Brodführer versicherte, dass innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön keine Windräder errichtet werden sollen.

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Die Teilnehmer äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher gesundheitlicher Auswirkungen, der Beeinträchtigung des Landschaftsbilds sowie des Fehlens von Bedarfsanalysen für die lokale Energieversorgung. Kritik gab es auch an der mangelnden Lösung für die Energiespeicherung und dem komplizierten Verfahren zur Einlegung von Einsprüchen oder Widersprüchen. Die meisten Wortmeldungen während der Fragerunde fielen negativ aus, mit Forderungen nach stärkerer Bürgerbeteiligung oder sogar einer Volksabstimmung zu dem Thema.

Der aktuelle Plan übertrifft zwar das Landesziel für Windenergie bis 2027, erreicht jedoch noch nicht das Ausbauziel für 2032. Die Veranstaltung zeigte eine deutliche Ablehnung bestimmter Aspekte des Windenergievorhabens. Die Anwohner forderten klarere Analysen, bessere Beteiligungsmöglichkeiten und Lösungen für praktische Probleme. Der Plan wird nun unter Berücksichtigung dieser Kritik weiterverfolgt.

Quelle