31 May 2026, 06:28

Deutsche Krankenhäuser am Abgrund: 75 Prozent kämpfen um das Überleben

Krankenhaus-Barometer: 74 Prozent sehen aktuelle Lage als unzufriedenstellend - DKG warnt vor Weihnachtsgeld

Deutsche Krankenhäuser am Abgrund: 75 Prozent kämpfen um das Überleben

Eine aktuelle Umfrage hat tiefgreifende finanzielle Not in deutschen Krankenhäusern offenbart. Die zwischen dem 17. und 22. April 2026 durchgeführte Erhebung zeigt, dass nahezu drei Viertel der Einrichtungen ihre aktuelle Lage als schlecht bewerten. Branchenvertreter warnen, dass ohne sofortiges Handeln das Gesundheitssystem des Landes vor einem schweren Zusammenbruch stehen könnte.

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Die Umfrage legte alarmierende Trends in der Krankenhausfinanzierung bloß. Im Durchschnitt verfügen die Einrichtungen nur über Liquiditätsreserven, die sechs Wochen der Betriebskosten decken. Lediglich 9 Prozent der Krankenhäuser gaben an, über ausreichende Mittel zu verfügen, um sich auf unbestimmte Zeit selbst zu tragen.

Besonders betroffen sind große Häuser: Unter den Einrichtungen mit 600 oder mehr Betten stuften 95 Prozent ihre finanzielle Situation als prekär ein. Auch ländliche Krankenhäuser geraten zunehmend unter Druck – 79 Prozent rechnen in den kommenden sechs Monaten mit einer Verschlechterung. Insgesamt erwarten 59 Prozent aller Kliniken einen weiteren Rückgang in den nächsten Monaten.

Die Ergebnisse liegen vor, noch bevor die jüngsten Sparmaßnahmen der Bundesregierung vollumfänglich wirken. DKG-Präsident Gerald Gaß betonte, dass eine Nichtlösung dieser Probleme zu einem strukturellen Kollaps der Krankenhausversorgung im gesamten Land führen könnte.

Deutsche Krankenhäuser arbeiten mittlerweile mit gefährlich niedrigen finanziellen Puffer. Da die meisten mit einer weiteren Verschärfung der Lage rechnen, steht die Stabilität des gesamten Sektors auf dem Spiel. Experten fordern dringend Gegenmaßnahmen, um eine flächendeckende Krise in der Patientenversorgung zu verhindern.

Quelle