Deutschland drohen Milliardenkosten durch explodierende Energieimporte bis 2026
Catrin KabusDeutschland drohen Milliardenkosten durch explodierende Energieimporte bis 2026
Deutschland steht vor einem drastischen Anstieg der Kosten für fossile Brennstoffimporte
Die Preise für Öl und Gas schnellen in die Höhe – und treiben die Importkosten Deutschlands massiv nach oben. Der Konflikt im Iran hat die Energiepreise weiter angeheizt und belastet den deutschen Energiehaushalt stark. Ökonomen warnen, dass sich die Rechnungen bis 2026 um zehnt Milliarden Euro erhöhen könnten.
Laut Prognosen der KfW-Wirtschaftsexperten werden Deutschlands Ausgaben für Rohöl, Erdgas und Steinkohle innerhalb von drei Jahren auf 92 Milliarden Euro steigen – ein Plus von 20 Milliarden im Vergleich zum aktuellen Niveau. Die Schätzung geht davon aus, dass die hohen Energiepreise mindestens bis Ende 2024 anhalten werden.
Ein Rückgang des inländischen Verbrauchs könnte die Auswirkungen abfedern. Die steigenden Kosten dürften die Nachfrage nach Öl und Gas dämpfen. Bleibt der Verbrauch jedoch unverändert, könnte sich die Importrechnung noch weiter aufblähen und bis 2026 auf 99 Milliarden Euro klettern.
Der Preisschub ist eine Folge der globalen Markinstabilität, die mit geopolitischen Spannungen zusammenhängt. Der Konflikt im Iran hat Lieferketten gestört und die Preise in die Höhe getrieben. Nun stehen deutsche Industrie und Haushalte vor einer längeren Phase finanzieller Belastung durch die hohen Energiekosten.
Die erwarteten Steigerungen werden den deutschen Energiehaushalt in den kommenden Jahren auf eine harte Probe stellen. Ohne eine spürbare Verringerung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe könnten sich die Importkosten um bis zu 27 Milliarden Euro erhöhen. Ökonomen betonen, dass die aktuellen Preisniveaus voraussichtlich bis Jahresende bestehen bleiben werden.






