25 April 2026, 18:31

DGB-Chefin Fahimi attackiert Warkens Sparpläne im Gesundheitswesen als sozial ungerecht

Ein Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Lücke in der Deckung für amerikanische Familien."

DGB-Chefin Fahimi attackiert Warkens Sparpläne im Gesundheitswesen als sozial ungerecht

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, hat ein geplantes Sparpaket im Gesundheitswesen scharf kritisiert. Sie warf Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vor, Reformen durchzusetzen, die Leistungen kürzen und die Kosten für Versicherte erhöhen würden. Fahimi warnte, die Änderungen würden vor allem Beschäftigte treffen – insbesondere solche, die ohnehin bereits finanziell kämpften.

Der von Warken vorgelegte Gesetzentwurf zielt darauf ab, durch Einsparungen im Gesundheitsbereich rund 20 Milliarden Euro einzusparen. Zu den Maßnahmen gehören Kürzungen beim Krankengeld sowie höhere Zuzahlungen für Patientinnen und Patienten. Über den Entwurf soll das Kabinett voraussichtlich nächsten Mittwoch abstimmen.

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Fahimi verurteilte die Pläne als "unverantwortlich einseitig zu Lasten der Versicherten". Sie argumentierte, die Reformen verletzten ein zentrales Prinzip des deutschen Gesundheitssystems: den gleichen Zugang für alle, unabhängig vom Einkommen. Die DGB-Chefin forderte zudem den sofortigen Rückzug der Kürzungspläne und drängte die Regierung stattdessen auf ein solidarisch finanziertes Modell.

Innerhalb der Koalition laufen noch Verhandlungen, wobei diskutiert wird, ob Teile des Gesetzentwurfs überarbeitet werden sollten. Fahimi betonte, die Belastungen dürften nicht bei den Beschäftigten liegen, die bereits unter den steigenden Lebenshaltungskosten leiden.

Die geplante Gesetzesvorlage würde flächendeckende Kostensteigerungen für alle bringen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Sollten die Reformen beschlossen werden, wäre dies ein grundlegender Wandel in der Finanzierung des Gesundheitssystems. Noch hat die Regierung ihre Position vor der anstehenden Abstimmung nächste Woche nicht endgültig festgezurrt.

Quelle