Die Linke wächst rasant – und wird jünger und weiblicher als je zuvor
Herbert RennerDie Linke wächst rasant – und wird jünger und weiblicher als je zuvor
Die Linke hat in den vergangenen zwei Jahren deutliche Veränderungen in ihrer Mitgliederstruktur erlebt. Nach einem starken Rückgang Ende 2023 stiegen die Zahlen 2024 und 2025 wieder deutlich an. Laut aktuellen internen Angaben zählt die Partei nun 126.379 Mitglieder.
Nach dem Austritt Sahra Wagenknechts Ende 2023 war die Mitgliederzahl auf 50.800 gesunken. Bis Ende 2024 erholte sie sich jedoch auf etwa 123.000. Der Aufwärtstrend setzte sich 2025 fort – bis zum Herbst hatte sich die Zahl im Vergleich zum Tiefstand des Vorjahres mehr als verdoppelt.
Seitdem hat sich das Wachstum jedoch verlangsamt. 2024 lag das Durchschnittsalter der Mitglieder bei 45 Jahren, der Frauenanteil betrug 40 Prozent. Mittlerweile ist das Durchschnittsalter auf unter 39 Jahre gesunken, und fast 45 Prozent der Mitglieder sind Frauen. Damit ist die Linke jünger und geschlechtergerechter aufgestellt als die meisten anderen deutschen Parteien.
Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner hat Pläne vorgelegt, um neue Mitglieder stärker in die inhaltliche Ausrichtung der Partei einzubinden. Zudem will sie bis 2027 die Schulungsprogramme ausbauen.
Die Linke hat sich von ihrem Mitgliederschwund 2023 erholt und verzeichnet seitdem einen rasanten Zulauf. Die aktuelle Mitgliederstruktur ist jünger und weist einen höheren Frauenanteil auf als in den Vorjahren. Die Parteiführung setzt nun darauf, dieses Wachstum durch Beteiligungsformate und Qualifizierungsmaßnahmen zu festigen.






