DLRG verzeichnet Rekordzuwachs bei Kindermitgliedern – doch öffentliche Bäder kämpfen ums Überleben
Catrin KabusÜber 200.000 Kinder bei der DLRG: Was lockt die Kleinen an - DLRG verzeichnet Rekordzuwachs bei Kindermitgliedern – doch öffentliche Bäder kämpfen ums Überleben
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft verzeichnet Rekordzuwachs bei Kindermitgliedern für 2025
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat einen historischen Anstieg bei den Kindermitgliedern verzeichnet: Über 200.000 Mädchen und Jungen traten der Organisation bei – so viele wie nie zuvor. Als Grund für den Boom nennen Verantwortliche die steigende Nachfrage nach Schwimmkursen, während öffentliche Bäder weiterhin mit Schließungen und Kapazitätsengpässen kämpfen.
Allein im vergangenen Jahr stieg die Zahl der unter 12-Jährigen in der DLRG um 5.615 an. Mittlerweile sind fast die Hälfte aller Mitglieder – 49 Prozent – 18 Jahre oder jünger. Die Organisation führt diesen Trend vor allem auf den Rückgang verfügbarer Schwimmstätten zurück: Rund 80 öffentliche Bäder müssen jährlich wegen Sanierungsbedarfs oder baulicher Mängel schließen.
Während die Zahl der jungen Mitglieder stark anstieg, verzeichnete die DLRG auch bei Erwachsenen Zuwächse – insbesondere in den Altersgruppen der 30- bis 49-Jährigen und der über 60-Jährigen. In den letzten zehn Jahren erhöhte sich das Durchschnittsalter der Mitglieder um etwa 32 Wochen, von 27,3 auf 27,9 Jahre.
Als Reaktion auf die gestiegene Nachfrage steht die DLRG in Verhandlungen mit dem Bundeskanzleramt über eine Pilotinitiative mit dem Titel "Deutschland lernt schwimmen". Das Projekt könnte bis 2029 rund 20 Millionen Euro an Fördergeldern erhalten und soll den Zugang zu Schwimmausbildung im ganzen Land ausbauen.
Der Rekord bei den Kindermitgliedern spiegelt sowohl die Beliebtheit der DLRG als auch die Herausforderungen wider, vor denen die öffentliche Badeinfrastruktur steht. Mit den laufenden Gesprächen über ein 20-Millionen-Euro-Pilotprogramm arbeitet die Organisation daran, das Angebot an Schwimmmöglichkeiten zu verbessern. Sollten die Mittel bewilligt werden, würden sie langfristige Maßnahmen zur Steigerung der Wassersicherheit und Ausbildung unterstützen.






