Drei Personen auf Müngstener Brücke lösen Großeinsatz und Bahnsperrung aus
Alex TintzmannDrei Personen auf Müngstener Brücke lösen Großeinsatz und Bahnsperrung aus
Drei Personen auf Müngstener Brücke in Nordrhein-Westfalen gesichtet – Bahnverkehr unterbrochen
Am Sonntag, dem 8. März, wurden drei Personen beim unerlaubten Betreten der Müngstener Brücke in Nordrhein-Westfalen beobachtet. Ihr Aufenthalt führte zu einer vorübergehenden Sperrung der nahegelegenen Bahnstrecke und löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Die Behörden haben den Verantwortlichen nun offizielle Kostenbescheide zugestellt.
Augenzeugen hatten gegen 12:05 Uhr zwei Erwachsene und ein Kind in der Nähe der Brücke gesehen. Bereits vier Minuten später, um 12:09 Uhr, musste der Zugverkehr zwischen Remscheid und Solingen wegen des unbefugten Zutritts zum Gleisbereich eingestellt werden. Die Strecke blieb bis 12:50 Uhr gesperrt, was zu Verspätungen für Reisende führte.
Der Vorfall löste eine schnelle Reaktion mehrerer Behörden aus: Bundespolizei, Einsatzkräfte der Polizei Wuppertal sowie Feuerwehrleute aus Solingen und Remscheid rückten an. Trotz klarer Hinweisschilder, die das Betreten der Brücke verbieten, soll die Gruppe den Anweisungen einer Navigations-App gefolgt sein.
Die Stadt Solingen erließ daraufhin einen Kostenbescheid gemäß dem Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz des Landes. Allein die Feuerwehr Solingen verzeichnete Einsatzkosten in Höhe von etwa 656 Euro, die Bundespolizei meldete 99,60 Euro an Betriebskosten. Die Polizei Wuppertal stellte den beiden Erwachsenen zudem jeweils 118,50 Euro in Rechnung. Gegen sie wurden zudem Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet.
Die Stadt Remscheid prüft unterdessen noch, ob weitere Kostenerstattungsansprüche geltend gemacht werden. Ein Zeitplan für eine endgültige Entscheidung steht bisher nicht fest.
Der Vorfall sorgte für erhebliche Beeinträchtigungen – sowohl für die Rettungskräfte als auch für den Bahnverkehr. Den beiden Erwachsenen wurden bereits Kosten von über 870 Euro angelastet, während die Behörden weitere finanzielle Forderungen prüfen. Der Fall zeigt, welche Risiken entstehen, wenn Sicherheitshinweise ignoriert werden – selbst wenn eine digitale Navigationshilfe den Weg weist.






