Dresdner Blindgänger: 250-Kilo-Bombe nach riskanter Entschärfung unschädlich gemacht

Herbert Renner
Herbert Renner
2 Min.
Drei große Metallbomben stehen vor einer Wand mit einem Fenster im Hintergrund, dargestellt in Schwarz-Weiß.Herbert Renner

Weltkriegsbombe in Dresden entschärft: Zünder vor Ort detoniert - Dresdner Blindgänger: 250-Kilo-Bombe nach riskanter Entschärfung unschädlich gemacht

In der Dresdner Innenstadt wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg nach einer zweistündigen, heiklen Entschärfungsaktion erfolgreich unschädlich gemacht. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger war in der Nähe der eingestürzten Carolabrücke auf der Neustädter Seite der Elbe entdeckt worden. Die Behörden evakuierten vorsorglich 18.000 Anwohner, während Experten daran arbeiteten, die Gefahr zu beseitigen.

Die Bombe war bei einer routinemäßigen Munitionssuche gefunden worden. Ihr einzelner Zünder – der als besonders gefährlich galt – stellte ein großes Risiko dar. Im Gegensatz zu vielen Kriegsbomben, die über zwei Zünder für eine höhere Zuverlässigkeit verfügten, war dieser Blindgänger nur mit einem ausgestattet.

Um die Gefahr zu bannen, setzte das Kampmittelräumteam einen Hochdruck-Wasserstrahlschneider ein. Mit dieser Methode wurden der Zünder und der Bombenboden präzise entfernt. Wäre das Schneiden misslungen, hätte das Team die Bombe vor Ort sprengen müssen – mit potenziell verheerenden Folgen.

Stattdessen gelang es den Fachleuten, den Zünder kontrolliert an Ort und Stelle zu sprengen, wobei nur ein kleines Fragment zurückblieb. Die Polizei hatte bereits eine Sperrzone mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet, sodass während der Aktion niemand zu Schaden kam.

Die Entschärfung verlief ohne Zwischenfälle, und die evakuierten Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren. Der Zünder der Bombe wurde vollständig zerstört, sodass keine Explosionsgefahr mehr bestand. Die Behörden bestätigten nach der Räumung, dass das Gebiet wieder sicher sei.

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