23 December 2025, 00:59

DRK-Präsident Klagt über Mängel bei Katastrophenschutz

Ein Rettungswagen steht links von einer Straße, während auf der rechten Seite ein Zelt eine Gruppe von Menschen schützt, mit einem Tisch und einem Stuhl in der Nähe.

DRK-Präsident Klagt über Mängel bei Katastrophenschutz

DRK-Präsidentin beklagt Mängel im Katastrophenschutz

Teaser: Das Deutsche Rote Kreuz hält den Katastrophenschutz in Deutschland für unzureichend.

25. November 2025, 09:01 Uhr

Deutschland ist nach Ansicht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) weiterhin schlecht auf großflächige Notfälle vorbereitet. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt warnte, dass es im Land an ausreichenden Vorsorgemaßnahmen für worst-case-Szenarien fehle. Sie fordert nun eine verstärkte öffentliche Ausbildung sowie bessere Notfallvorräte in Haushalten.

Hasselfeldt setzt sich für einen breiteren Zugang zu Erste-Hilfe- und Grundversorgungskursen ein. Dabei sollen nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern auch praktische Fähigkeiten zur Selbsthilfe vermittelt werden. Zu ihren Vorschlägen gehört, ab der 7. Klasse jährliche Pflichtkurse in Wiederbelebung einzuführen.

Das Schul- und Bildungsministerium von Nordrhein-Westfalen (NRW) hat bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen: Ab dem Schuljahr 2026/27 erhalten Schüler der 7. bis 9. Klassen eine Laien-Reanimationsschulung – eine Doppelstunde –, die die Überlebenschancen nach einem Herzstillstand verbessern soll. Darüber hinaus rät Hasselfeldt Haushalten, sich mit grundlegenden Vorräten einzudecken. Empfohlen werden Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente für mindestens drei, besser zwei Wochen. Zudem sollten Gegenstände wie eine Kurbeltaschenlampe oder ein Kurbelradio griffbereit sein.

Die Warnungen des DRK zeigen die Lücken in der deutschen Notfallvorsorge auf. Hasselfeldts Forderungen zielen auf praxisnahe Ausbildung und bessere Haushaltsvorbereitung ab. Würden diese Maßnahmen umgesetzt, könnte die Krisenreaktionsfähigkeit des Landes gestärkt werden.