DRK-Präsident Klagt über Mängel bei Katastrophenschutz
DRK-Präsidentin beklagt Mängel im Katastrophenschutz
Teaser: Das Deutsche Rote Kreuz hält den Katastrophenschutz in Deutschland für unzureichend.
25. November 2025, 09:01 Uhr
Deutschland ist nach Ansicht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) weiterhin schlecht auf großflächige Notfälle vorbereitet. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt warnte, dass es im Land an ausreichenden Vorsorgemaßnahmen für worst-case-Szenarien fehle. Sie fordert nun eine verstärkte öffentliche Ausbildung sowie bessere Notfallvorräte in Haushalten.
Hasselfeldt setzt sich für einen breiteren Zugang zu Erste-Hilfe- und Grundversorgungskursen ein. Dabei sollen nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern auch praktische Fähigkeiten zur Selbsthilfe vermittelt werden. Zu ihren Vorschlägen gehört, ab der 7. Klasse jährliche Pflichtkurse in Wiederbelebung einzuführen.
Das Schul- und Bildungsministerium von Nordrhein-Westfalen (NRW) hat bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen: Ab dem Schuljahr 2026/27 erhalten Schüler der 7. bis 9. Klassen eine Laien-Reanimationsschulung – eine Doppelstunde –, die die Überlebenschancen nach einem Herzstillstand verbessern soll. Darüber hinaus rät Hasselfeldt Haushalten, sich mit grundlegenden Vorräten einzudecken. Empfohlen werden Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente für mindestens drei, besser zwei Wochen. Zudem sollten Gegenstände wie eine Kurbeltaschenlampe oder ein Kurbelradio griffbereit sein.
Die Warnungen des DRK zeigen die Lücken in der deutschen Notfallvorsorge auf. Hasselfeldts Forderungen zielen auf praxisnahe Ausbildung und bessere Haushaltsvorbereitung ab. Würden diese Maßnahmen umgesetzt, könnte die Krisenreaktionsfähigkeit des Landes gestärkt werden.