Eiermarkt in Deutschland 2025: Rückgang bei Importen und Exporten trotz Rekordverzehr
Herbert RennerEiermarkt in Deutschland 2025: Rückgang bei Importen und Exporten trotz Rekordverzehr
Deutschlands Eiermarkt erlebte 2025 spürbare Veränderungen: Sowohl Importe als auch Exporte gingen zurück. Trotz eines inländischen Produktionsvolumens von 13,7 Milliarden Eiern stieg der Pro-Kopf-Verzehr auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt. Die Handelszahlen zeigen, wie sich die Bezugsquellen und Absatzmärkte für deutsche Eier verschieben.
Im Jahr 2025 importierte Deutschland 5,4 Milliarden Eier – ein Rückgang um 3,8 % gegenüber 5,6 Milliarden im Vorjahr. Dieser Trend setzt sich fort: Seit 2015, als noch 6,9 Milliarden Eier eingeführt wurden, sind die Importe um 20,9 % gesunken. Die Niederlande blieben mit 3,7 Milliarden Eiern (68,7 % des Gesamtimports) der mit Abstand wichtigste Lieferant. Polen folgte als zweitgrößter Herkunftsmarkt mit 861 Millionen Eiern (15,9 %), während Belgien 3,5 % beisteuerte (190 Millionen Eier).
Auch die Exporte gingen zurück: Sie sanken um 11,6 % von 1,4 Milliarden (2024) auf 1,2 Milliarden Eier (2025). Dennoch blieb die inländische Produktion mit 13,7 Milliarden Eiern stabil. Gleichzeitig aßen die Deutschen so viele Eier wie nie zuvor – der durchschnittliche Pro-Kopf-Verzehr kletterte 2025 auf 252 Eier, gegenüber 228 Eiern vor zehn Jahren.
Die Daten zeigen einen deutlichen Rückgang im deutschen Eierhandel, sowohl bei Einfuhren als auch bei Ausfuhren, im vergangenen Jahr. Während die heimische Produktion konstant blieb, setzte sich der Anstieg des Pro-Kopf-Verzehrs fort. Die Niederlande festigten ihre Position als Hauptlieferant, doch das Gesamtvolumen der Importe sinkt seit 2015 kontinuierlich.






