11 March 2026, 14:26

Eltern im Landkreis Northeim schlagen Alarm: Überlastete Grundschulen am Limit

Ein Klassenzimmer in Nigeria mit Schülerinnen und Schülern, die Gesichtsmasken tragen und auf Bänken sitzen oder stehen, mit Büchern und Gegenständen auf Tischen, Fenstern, einer Tür, einer Wand, einer Decke mit Lampen und Ventilatoren im Hintergrund.

Normaler Unterricht kaum möglich? Kritik an der Regierung - Eltern im Landkreis Northeim schlagen Alarm: Überlastete Grundschulen am Limit

Eltern im Landkreis Northeim haben dringende Bedenken wegen überlasteter Grundschulen geäußert. Sie verweisen auf massive Personalengpässe und Klassenräume, in denen viele Kinder kaum oder gar kein Deutsch sprechen. Viele beschreiben die aktuellen Unterrichtsbedingungen als nicht mehr tragbar.

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Laut Eltern kämpfen die Schulen in der Region mit zwei zentralen Herausforderungen: verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler sowie zugewanderte Kinder mit geringen Deutschkenntnissen. In einigen Klassen soll es einen hohen Anteil an Kindern geben, die aufgrund von Sprachbarrieren dem Unterricht nicht folgen können. Als Reaktion fordern die Eltern mehr Lehrkräfte, zusätzliche pädagogische Fachkräfte und einen Ausbau des "Teamteachings" – also des Unterrichts, bei dem zwei Pädagoginnen oder Pädagogen gemeinsam eine Klasse betreuen.

Das Kultusministerium hat die Probleme anerkannt, betont jedoch, dass Northeim mit diesen Schwierigkeiten nicht alleinsteht. Die Behörden verweisen auf das Startchancen-Programm, das Schulen mit vielen nicht deutschsprachigen Schülerinnen und Schülern zusätzliche Fördergelder bereitstellt. Zudem bestätigen sie, dass Teamteaching in allen Grundschulen des Landkreises bereits flächendeckend eingeführt sei.

Trotz dieser Maßnahmen räumt das Ministerium einen kritischen Mangel an qualifiziertem Personal ein. Spezialisierte Förderlehrkräfte fehlen weiterhin, sodass die Schulen den wachsenden Anforderungen nicht gerecht werden können.

Die bestehenden Programme des Ministeriums zielen zwar darauf ab, die Belastung der Schulen zu verringern, doch die Personallücken bestehen fort. Die Eltern setzen sich weiterhin für mehr Ressourcen ein, um einen funktionierenden Unterricht zu gewährleisten. Ohne zusätzliche Fachkräfte wird sich die angespannte Situation für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler voraussichtlich nicht bald bessern.

Quelle