Emmendingen plant drastische Kürzungen bei Schul- und Linienbussen ab 2027
Alex TintzmannEmmendingen plant drastische Kürzungen bei Schul- und Linienbussen ab 2027
Die Kreisverwaltung Emmendingen hat Sparmaßnahmen für Schul- und Linienbusverbindungen vorgeschlagen. Die Pläne zielen darauf ab, den angespannten Haushalt zu entlasten, wobei mehrere Gemeinden in der Region betroffen wären. Für das Haushaltsjahr 2027 werden Einsparungen in Höhe von etwa 200.000 Euro erwartet.
Von den Kürzungen betroffen wären Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim. Durch die Streichung von Abendverbindungen auf Entwicklungsstrecken könnten jährlich rund 100.000 Euro eingespart werden. Die betroffenen Kommunen stehen nun vor der Wahl: Entweder übernehmen sie die Finanzierung selbst oder akzeptieren, dass die Verbindungen bereits ab 20 Uhr entfallen.
Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Pläne am 29. Juni prüfen. Die endgültige Entscheidung trifft dann der Kreistag am 20. Juli. Sollten die Kürzungen beschlossen werden, könnten die reduzierten Abendverbindungen bereits mit der Fahrplanänderung im Dezember in Kraft treten.
Eine Verkehrsuntersuchung im Jahr 2027 soll weitere Einsparmöglichkeiten für das Folgejahr aufzeigen. Radikalere Optionen – wie die vollständige Streichung aller Buslinien nach 22 Uhr oder die Reduzierung hochfrequentierter Verbindungen – wurden zwar in Betracht gezogen, vorerst aber nicht weiterverfolgt. Der Landkreis gibt derzeit jährlich rund 9 Millionen Euro für die Subventionierung des ÖPNV und des Schülerverkehrs aus.
Die Kreisverwaltung versucht, die Haushaltszwänge mit dem Erhalt eines grundlegenden Angebots in Einklang zu bringen. Die geplanten Änderungen könnten noch in diesem Jahr wirksam werden. Die endgültige Umsetzung hängt jedoch von den anstehenden Beratungen in Ausschuss und Kreistag ab.
