20 June 2026, 20:22

EU-Digitaler Ausweis kommt 2027 – doch Datenschützer warnen vor Risiken

Identifizieren, überwachen, kontrollieren: Die EU plant die digitale Identität

EU-Digitaler Ausweis kommt 2027 – doch Datenschützer warnen vor Risiken

Die EU bereitet die Einführung ihres Digitalen Identitäts-Wallets für Januar 2027 vor – erste Testläufe laufen bereits. Das System soll es Nutzern ermöglichen, ihre Identität und ihr Alter sowohl online als auch offline zu bestätigen und gleichzeitig wichtige Dokumente digital zu verwalten. Es basiert auf einheitlichen Standards und wird an bestehende elektronische Identifizierungssysteme angebunden.

Die Entwicklung der Wallet schreitet voran: Die Bundesdruckerei baut die technische Infrastruktur für die Ausgabe von Personenidentifikationsdaten auf. Parallel entsteht eine separate App zur Altersverifikation, die später mit der Wallet verknüpft werden soll. Doch kurz nach der Vorstellung durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wurde eine erste Version dieser App gehackt.

Zunächst soll die Nutzung der Wallet freiwillig sein. Mit dem Rückgang der Bargeldnutzung und der Ausweitung digitaler Dienstleistungen könnte ihre Verbreitung jedoch zunehmen. Nutzer behalten zwar die Kontrolle über ihre persönlichen Daten, doch es gibt Bedenken hinsichtlich möglicher Massenüberwachung und Repression.

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Gleichzeitig treibt die EU Pläne für Chat-Kontrollen wie das Client-Side-Scanning voran. Kritiker warnen, dass solche Maßnahmen die Verschlüsselung schwächen und den Weg für eine freiwillige Chat-Überwachung ebnen könnten.

Der Start des EU-Digitalen Identitäts-Wallets ist für 2027 geplant. Es verspricht eine vereinfachte digitale Verifikation, steht aber wegen Datenschutzrisiken in der Kritik. Durch die Verknüpfung mit anderen Initiativen könnte seine Reichweite wachsen – und damit auch die Fragen nach Datensicherheit und Kontrolle.

Quelle