EU hält an strengen SAF-Vorgaben fest – trotz Widerstand der Airlines
Herbert RennerEU hält an strengen SAF-Vorgaben fest – trotz Widerstand der Airlines
Europas Vorstoß für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) kommt trotz Forderungen der Branche nach einer Verlangsamung voran. Die EU hat strenge Vorgaben festgelegt: Ab 2025 müssen 2 Prozent des Kerosins an regionalen Flughäfen aus nachhaltigen Quellen stammen. Die Vereinigung Airlines for Europe (A4E) hatte die Regulierungsbehörden aufgefordert, die Regeln zu lockern, doch die Verantwortlichen bestehen auf der Beibehaltung der Verpflichtung.
Im Jahr 2024 lag der Anteil von SAF in Europa bei nur 0,6 Prozent. Doch bereits 2025 scheint die Region ihr ursprüngliches Ziel von 2 Prozent übertroffen zu haben. Ein hochrangiger EU-Vertreter bestätigte diesen Fortschritt und signalisierte damit Vertrauen in die Wirksamkeit der Maßnahme.
Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), unterstrich diese Einschätzung. Er erklärte, Europa werde das 2-Prozent-Ziel für 2025 entweder erreichen oder übertreffen, und machte deutlich, dass die Vorgabe nicht abgeschwächt werde. Ein weiterer EU-Vertreter betonte die Notwendigkeit, an den Anforderungen festzuhalten, und wies alle Rücknahmebestrebungen zurück.
Der Fokus auf nachhaltige Kraftstoffe kommt zu einer Zeit, in der Flugtreibstoff insgesamt stärker unter die Lupe genommen wird. Steigende Ölpreise und Lieferengpässe – angetrieben durch Spannungen im Nahen Osten – haben den Druck erhöht, die Umstellung voranzutreiben. Künftig werden die EU-Ziele noch ambitionierter: Ab 2030 soll der Anteil synthetischer SAF bei 1,2 Prozent liegen, bis 2035 dann bei 5 Prozent.
Die EU bleibt bei ihrer Haltung zu nachhaltigen Flugkraftstoffen unnachgiebig – trotz Widerstand aus der Branche. Da das Ziel für 2025 bereits erreicht ist, rückt nun die nächste Ausbaustufe in den Blick. Die Beibehaltung der Vorgaben unterstreicht Europas Entschlossenheit, die Emissionen im Luftverkehr zu senken – selbst in einer Zeit globaler Energiemarkt-Turbulenzen.






