Evonik-Aktie legt fast zehn Prozent in nur fünf Tagen zu – was steckt dahinter?
Gerdi BaumEvonik-Aktie legt fast zehn Prozent in nur fünf Tagen zu – was steckt dahinter?
Evoniks Aktienkurs steigt stark – Plus von fast zehn Prozent in nur fünf Handelstagen
In der vergangenen Woche hat der Aktienkurs von Evonik deutlich zugelegt und innerhalb von nur fünf Börsentagen fast zehn Prozent gewonnen. Der jüngste Schub erfolgte am Freitag, als die Aktie um weitere sechs Prozent kletterte – angetrieben von einer starken Marktnachfrage und Lieferengpässen.
Ein weltweiter Mangel an C4-Chemikalien und Methionin treibt die Preise in die Höhe und kommt den Kerngeschäften von Evonik zugute. Lieferkettenprobleme, darunter die jüngste Blockade der Straße von Hormus, haben die Verfügbarkeit zusätzlich verknappt. Da sich die Produktionsstandorte des Unternehmens außerhalb von Krisenregionen befinden, kann Evonik die stark gestiegenen Preise in Europa und den USA voll ausschöpfen.
Auch die Sparmaßnahmen von Vorstandschef Christian Kullmann haben die finanzielle Lage des Konzerns verbessert. Gleichzeitig strafft Evonik seine Strukturen, indem es nicht zum Kerngeschäft gehörende Bereiche veräußert oder ausgliedert – wie etwa die Sparte für Chemieparks, Syneqt.
Mehrere Großbanken haben inzwischen ihre Prognosen für die Evonik-Aktie nach oben korrigiert. Die US-Investmentbank Morgan Stanley erhöhte ihr Kursziel kürzlich auf 18 Euro und signalisiert damit wachsendes Vertrauen in die Unternehmensperformance.
Die Kombination aus Lieferknappheit, strategischen Kostensenkungen und der Optimierung des Portfolio hat das Anlegervertrauen gestärkt. Der Kursaufschwung fällt mit einer Konsolidierung von Evoniks Marktposition in zentralen Chemiesparten zusammen. Analysten rechnen bei anhaltender Lage mit weiteren Gewinnen.






