Ex-FDP-Politiker Wissing fordert klare Neuausrichtung der Liberalen vor Vorsitzendenwahl
Herbert RennerEx-FDP-Politiker Wissing fordert klare Neuausrichtung der Liberalen vor Vorsitzendenwahl
Der ehemalige FDP-Politiker Volker Wissing hat die Freien Demokraten aufgefordert, ihre politische Ausrichtung klarer zu definieren. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Partei im Mai einen neuen Vorsitzenden wählen wird. Wissing, einst eine führende Persönlichkeit der FDP, kritisierte den jüngsten Rechtsruck der Partei sowie deren ausbleibende Wahlerfolge.
Wissing war zuvor Generalsekretär der FDP gewesen, bevor er nach dem Scheitern von Bundeskanzler Olaf Scholz' Ampelkoalition die Partei verließ. Obwohl er kein FDP-Mitglied mehr ist, blieb er als Parteiloser im Kabinett. Nun stellt er infrage, ob der aktuelle Kurs der Partei den Wählern eine überzeugende Perspektive bietet.
Unter der Führung von Christian Dürr habe die FDP einen "libertären Kurs" eingeschlagen und politische Trends verfolgt, so Wissing. Dürr tritt nun gegen Henning Höne um den Parteivorsitz an; die Delegierten werden auf dem anstehenden Parteitag im Mai entscheiden.
Wissings Kritik unterstreicht die Bedenken gegenüber der Strategie der Partei. Er argumentiert, dass die Rechtsverschiebung nicht zu besseren Wahlergebnissen geführt habe und die Identität der FDP unklar bleibe. Im Mai wird die FDP einen neuen Vorsitzenden wählen, wobei Dürr und Höne als Hauptkandidaten gelten. Wissings Aussagen setzen die Partei unter Druck, ihre Ausrichtung zu überdenken. Das Ergebnis der Abstimmung könnte den Kurs der FDP für künftige Wahlen prägen.






