FDP wählt neue Führung und setzt auf strategischen Wahlkampfaufbruch
Alex TintzmannFDP wählt neue Führung und setzt auf strategischen Wahlkampfaufbruch
Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat am Sonntagmittag ihren Bundesparteitag in Berlin beendet. Bei der Veranstaltung wurden eine neue Führung gewählt und wichtige Weichenstellungen vorgenommen, wobei einige Vorlagen zur weiteren Prüfung vertagt wurden.
Die Delegierten stimmten zunächst für den Hauptantrag der Partei mit dem Titel „Deutschland neu starten: Ein mutiger Aufbruch für eine erfolgreiche Nation“. Andere vorgeschlagene Änderungen wurden hingegen nicht debattiert, sondern an Ausschüsse überwiesen, die sich später damit befassen sollen.
Bei den Wahlen zur Parteispitze setzte sich Wolfgang Kubicki mit 59 Prozent der Stimmen als neuer Bundesvorsitzender durch. Seine Kontrahentin Marie-Agnes Strack-Zimmermann unterlag deutlich. Derweil kandidierte Martin Hagen als einziger Bewerber für das Amt des Generalsekretärs – erhielt jedoch mit nur 59 Prozent Zustimmung eines der schwächsten Ergebnisse in der Geschichte der FDP.
In seiner optimistischen Abschlussrede verwies Hagen auf die jüngsten Zuwächse in der Wählergunst. Innerhalb der letzten zwei Monate stieg der mögliche Wähleranteil der FDP von 16 auf 22 Prozent. Zudem kündigte er an, den Wahlkampfschwerpunkt auf Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zu legen. Zuversichtlich prognostizierte er, die Partei werde bald wieder die Fünf-Prozent-Hürde in bundesweiten Umfragen überschreiten.
Der Parteitag endete mit einer neuen Führung und einer strategischen Ausrichtung auf die anstehenden Landeswahlkämpfe. Nun richtet die FDP ihren Blick darauf, vor künftigen Wahlen wieder an Unterstützung zu gewinnen.






