Festung Königstein verliert 2024 Besucher – doch internationale Gäste steigen
Alex TintzmannBurg Koenigstein lockt mit Kanonendonner und Märchenfesten - Festung Königstein verliert 2024 Besucher – doch internationale Gäste steigen
Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz verzeichnete 2024 426.547 Besucher – ein Rückgang um 5,8 %
Die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz zog 2024 insgesamt 426.547 Besucher an – ein Minus von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz des Rückgangs verzeichnete der Weihnachtsmarkt jedoch einen Zuwachs: Rund 54.700 Gäste besuchten die festliche Veranstaltung. Die historische Stätte bleibt als Museum und kulturelles Wahrzeichen weiterhin ein Publikumsmagnet.
Die Festung, die im Laufe der Geschichte als mittelalterliche Burg, Kloster, Staatsgefängnis und militärische Festung diente, ist nach wie vor ein bedeutendes Touristenziel. Die Besucherzahlen sanken jedoch aufgrund eines verregneten Juli, der Sperrung der Brücke in Bad Schandau sowie Bauarbeiten an der B 172 während der Herbstferien. Dennoch stieg der Anteil internationaler Gäste 2024 auf 37 Prozent – nach 33 Prozent im Vorjahr.
Seit 1991 hat der Freistaat Sachsen fast 80 Millionen Euro in die Sanierung und Erhaltung der Anlage investiert. Bis 2027 sind weitere 7 Millionen Euro für Modernisierungsmaßnahmen vorgesehen. Zudem ist die Festung ein gefragter Drehort: In den letzten fünf Jahren fanden hier mindestens fünf Produktionen statt, darunter Die Bergwerksrevolution, Sisi & ich sowie Folgen der Krimireihe Tatort in den Jahren 2022 und 2024.
2025 wartet mit neuen Attraktionen und Veranstaltungen auf Im kommenden Jahr öffnet die restaurierte Wohnung des ehemaligen Barber-Chirurgen als neue Museumsausstellung. Zudem steht ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm auf dem Plan: Den Auftakt macht das "Königsteiner Frühlingserwachen" vom 21. März bis 19. April. Später folgen "Militärisches Leben" (18. April), die "Familien-Spiel-Festung" (9. und 10. Mai), das Märchenfest (27. Juli), der "Kanonendonner" (29. August) sowie das Kinderfest (20. September).
Seit 1955 fungiert die Festung als Freilichtmuseum und zählt zu den wichtigsten Kulturdenkmälern der Region. Mit kontinuierlichen Investitionen und einem vielfältigen Veranstaltungskalender gelingt es, Denkmalschutz und öffentliche Zugänglichkeit in Einklang zu bringen. Die Saison 2025 verspricht mit neuen Ausstellungen und Festivals, die Festung weiter als lebendigen Ort der Geschichte und Kultur zu etablieren.