Feuerwehrmann packt aus: Von Stahlringen und Schlangen im Rettungseinsatz
Gerdi Baum"Wer wird Millionär?": Python und Penisring - Feuerwehrmann berichtet von skurrilen Einsätzen" - Feuerwehrmann packt aus: Von Stahlringen und Schlangen im Rettungseinsatz
Ein deutscher Feuerwehrmann und Rettungssanitäter hat auf Wer wird Millionär? von einigen seiner ungewöhnlichsten Einsatzfälle berichtet. Can Calik, der im Rettungsdienst arbeitet, verließ die Show mit 16.000 Euro – nach Schilderungen, die unter anderem das Entfernen eines Stahlrings aus einer empfindlichen Körperregion und die Einfangung einer riesigen Schlange umfassten. Sein Auftritt in der Quizshow unterstrich die unerwarteten Herausforderungen, mit denen Feuerwehrleute bisweilen konfrontiert werden.
Während der Sendung erzählte Calik von einem seiner kuriosesten Einsätze: Ein Patient hatte sich einen acht Millimeter dicken Stahlring am Penis eingeklemmt. Ohne spezielle Ausbildung für solche Fälle griffen Calik und sein Team zu einer Mini-Winkelschleifer und trennten das Metall vorsichtig durch. Der Eingriff dauerte zwischen fünf und zehn Minuten – für den Patienten verständlicherweise eine unangenehme Prozedur.
Ein weiterer denkwürdiger Vorfall ereignete sich, als Calik und ein Kollege zu einem Einsatz wegen einer entlaufenen Python gerufen wurden. Die Schlange, immerhin einen Meter lang, konnte ohne Verletzungen für Tier oder Mannschaft sicher eingefangen werden.
Im Quiz selbst hatte Calik zunächst Schwierigkeiten und musste bereits bei der 2.000-Euro-Frage einen Joker ziehen – es ging um Ornithophobie, die Angst vor Vögeln, und deren Bezug zu Alfred Hitchcocks Die Vögel. Trotz des holprigen Starts spielte er taktisch klug, nutzte seine verbleibenden Joker, um 16.000 Euro zu sichern, und verzichtete dann auf das Risiko höherer Gewinnstufen.
Deutsche Feuerwehrleute wie Calik durchlaufen eine standardisierte Rettungssanitäter-Ausbildung (Notfallsanitäter), die lebensrettende Maßnahmen, Patientenversorgung und Notfallprotokolle abdeckt. Doch ihr Berufsalltag verlangt oft spontanes Handeln in Situationen, die weit über das übliche medizinische Training hinausgehen.
Mit 16.000 Euro verließ Calik die Show – als Lohn für eine abgewogene Mischung aus Risikobereitschaft und Vorsicht. Seine Geschichten gewährten einen seltenen Einblick in die Unberechenbarkeit des Rettungsdienstes. Zwar bereitet die Ausbildung auf viele Szenarien vor, doch manche Einsätze erfordern Improvisationstalent – und mitunter eben auch eine Flex.






