Frasers bietet 1,7 Milliarden Pfund für vollständige Hugo Boss-Übernahme
Alex TintzmannFrasers bietet 1,7 Milliarden Pfund für vollständige Hugo Boss-Übernahme
Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund für die verbleibenden Anteile an Hugo Boss abgegeben. Das deutsche Modehaus, bekannt für seine Luxusmode für Herren und Damen, Schuhe und Accessoires, steht damit im Fokus dieses Großangebots.
Frasers hält derzeit 26 Prozent der Hugo Boss-Anteile und ist nach deutschem Übernahmerecht verpflichtet, ein Pflichtangebot für alle Aktien abzugeben, sobald die 30-Prozent-Marke erreicht wird. Das Unternehmen bietet 38 Euro pro Aktie für die verbleibenden 74 Prozent, die es noch nicht kontrolliert.
Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigungen. Um das Angebot und die damit verbundenen Kosten zu finanzieren, hat Frasers eine Kreditlinie von BNP Paribas, Deutsche Bank Luxembourg S.A., National Westminster Bank plc und Standard Chartered Bank gesichert.
Frasers-CEO Michael Murray nahm nicht an den Vorstandsberatungen über das Angebot teil, da er Mitglied im Aufsichtsrat von Hugo Boss ist. Zum Jahresende 2025 verzeichnete Hugo Boss ein Bruttovermögen von 3,7 Milliarden Euro, ein Nettovermögen von 1,6 Milliarden Euro, Umsatzerlöse von knapp 4,3 Milliarden Euro und ein EBITDA von 782 Millionen Euro.
Die Übernahme würde Frasers die volle Kontrolle über Hugo Boss verschaffen. Das Angebot steht noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Freigaben und der Finanzierungsvereinbarungen. Der Abschluss wird für die zweite Hälfte des Jahres 2026 erwartet.






