Frederik Rønnows schwierige Saison zwischen Nationalmannschaft-Debakel und Unions Abstiegskampf
Herbert RennerFrederik Rønnows schwierige Saison zwischen Nationalmannschaft-Debakel und Unions Abstiegskampf
Frederik Rønnow durchlebt seit Monaten eine schwierige Phase – sowohl auf Vereinsebene als auch in der Nationalmannschaft. Der dänische Torhüter kehrte nach seinem Rücktritt Ende 2023 überraschend ins Nationalteam zurück, doch statt eines Triumphs erlebte er ein bitteres WM-Aus. Gleichzeitig steckt sein Klub, der 1. FC Union Berlin, in der Bundesliga in der Krise: Nach einem starken Saisonstart hat die Mannschaft deutlich an Boden verloren.
Im November 2024 hatte Rønnow seine Länderspielkarriere zunächst beendet und sich aus der dänischen Auswahl zurückgezogen. Doch bereits im März 2026 folgte ein überraschendes Comeback – ausgelöst durch eine Torwartkrise im Team. Für die WM-Playoffs gegen Nordmazedonien und Tschechien wurde er reaktiviert, blieb jedoch ohne Einsatz: Stattdessen stand Mads Hermansen zwischen den Pfosten. Dänemarks Turnier endete enttäuschend mit einem Elfmeterschießen-Niederlage gegen die Tschechen.
Bei Union Berlin ist Rønnow seit seinem Wechsel 2021 eine feste Größe. Im vergangenen Sommer verlängerte er seinen Vertrag, die genauen Konditionen blieben jedoch geheim. Trotz seiner Verbundenheit mit dem Verein durchlebt der Klub aktuell eine schwache Phase: Ein einst komfortabler Vorsprung auf die Abstiegsränge schmilzt dahing, in den letzten zwölf Spielen gab es nur zwei Siege. Dennoch liegt Union mit sieben Punkten Vorsprung vor dem 16. FC St. Pauli – dem nächsten Gegner.
Der Torwart betont, dass die Enttäuschung mit der Nationalmannschaft seine Leistungen im Verein nicht beeinträchtigen werde. Nach Gesprächen mit dem Trainer schließt er künftige Nominierungen für Dänemark nicht aus. Doch derzeit liegt sein Fokus klar auf Union Berlin, wo er seine Karriere beenden möchte – wann auch immer dieser Zeitpunkt kommen mag.
Die Saison des 1. FC Union Berlin wird zunehmend zum Nervenkitzel: Trotz des aktuellen Polsters wächst der Abstiegsdruck. Rønnow hingegen muss sich zwischen Vereinsverpflichtungen und einer ungewissen Nationalmannschaftszukunft behaupten. Die nächste Bewährungsprobe steht gegen den abstiegsbedrohten FC St. Pauli an.






