Friseure ändern Preise: Warum Geschlecht bald keine Rolle mehr spielt
Friseure in ganz Deutschland stellen ihre Preismodelle bald um. Ein neues Gesetz soll geschlechtsspezifische Preisgestaltung abschaffen und für mehr Fairness bei allen Kunden sorgen. Die Reform wird derzeit nach der ersten Lesung im Bundestag beraten.
Die Neuerung bedeutet, dass Salons künftig nach Aufwand abrechnen – nicht nach dem Geschlecht der Kunden. Entscheidend für den Preis sind dann Faktoren wie Haarlänge, Dichte, Zeitaufwand und verwendete Materialien. Die Preisliste wird die Leistungen in klare Kategorien einteilen, etwa „kurzes Haar“, „mittellanges Haar“ oder „langes Haar“.
Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks betont, dass es dabei nicht um Ideologie gehe, sondern um eine faire und nachvollziehbare Abrechnung. Gleichzeitig sorgt die Reform für die Einhaltung von Antidiskriminierungsgesetzen, da Verstöße Schadensersatzklagen nach sich ziehen könnten.
Alle Friseursalons und Barbiershops bundesweit müssen das neue System einführen. Zwar sind Preiserhöhungen nicht ausgeschlossen, doch im Vordergrund stehen Transparenz und rechtliche Klarheit. Ziel ist eine einheitliche und diskriminierungsfreie Preisgestaltung für jeden Kunden.






