19 June 2026, 08:20

Galeria vor dem Kollaps: 160 Millionen Euro retten oder Insolvenz droht

Galeria am Abgrund: Was kommt als Nächstes für die Mainzer Filiale?

Galeria vor dem Kollaps: 160 Millionen Euro retten oder Insolvenz droht

Galeria-Kaufhauskette steht vor neuer Finanzkrise

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Die deutsche Warenhauskette Galeria kämpft mit einer erneuten existenziellen Finanznot. Das Unternehmen benötigt dringend ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro, um eine Insolvenz abzuwenden und die bestehenden Schulden von 80 Millionen Euro umzuschulden. Ohne diese Kapitalzufuhr könnten bereits in diesem Sommer Filialen wegen Lieferengpässen schließen müssen.

Aktuell verhandelt Galeria mit dem US-Investor Gordon Brothers über das Rettungspaket. Die Mittel sollen ausstehende Mietzahlungen decken und den Betrieb stabilisieren. Scheitern die Gespräche, droht der vollständige Zusammenbruch der Kette.

Um kurzfristig liquide zu bleiben, hat Galeria drastische Rabatte von bis zu 70 Prozent auf sein Sortiment eingeführt. Mit den Erlösen aus dem Schlusverkauf sollen die Gehälter der rund 12.000 Mitarbeiter gezahlt werden. Zudem hat Vorstandschef Tilo Hellenbock die Bestellungen neuer Ware für alle 83 Standorte gestrichen, um die finanzielle Belastung zu verringern.

Gordon Brothers’ Sanierungsplan sieht vor, etwa 30 Filialen zu schließen und Teile der verbleibenden Verkaufsflächen an externe Mieter zu vermieten. Ziel ist es, die Kosten zu senken und die Kette bis 2028 wieder in die Gewinnzone zu führen. Branchenkenner warnen jedoch, dass selbst das Darlehen möglicherweise nicht ausreichen wird, um Galeria langfristig zu retten – das Unternehmen verbucht weiterhin monatlich Millionenverluste.

Ungewiss bleibt die Zukunft einzelner Standorte wie etwa der Filiale in der Mainzer Altstadt in der Schusterstraße. Die anstehenden Kreditverhandlungen mit Gordon Brothers werden über das Schicksal der gesamten Kette entscheiden. Bei einer Einigung sollen Sparmaßnahmen umgesetzt und die Profitabilität bis 2028 angestrebt werden. Platzt der Deal, droht dem Unternehmen die sofortige Schließung – mit Filialen, die noch in diesem Sommer dichtmachen müssten.

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