Gebrauchtwagenpreise 2025: Stabil, aber mit deutlichen Unterschieden bei E-Autos und Verbrennern
Herbert RennerGebrauchtwagenpreise 2025: Stabil, aber mit deutlichen Unterschieden bei E-Autos und Verbrennern
Die Preise für Gebrauchtwagen in Deutschland sind zu Beginn des Jahres 2025 stabil geblieben und liegen im Schnitt bei etwa 27.800 Euro. Das entspricht einem leichten Rückgang von rund fünf Prozent gegenüber dem Höchststand im Jahr 2023. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach gebrauchten Fahrzeugen hoch: Die Zahl der Halterwechsel stieg im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent auf 6,48 Millionen Einheiten.
Der Gebrauchtwagenmarkt hat in den letzten Jahren erhebliche Veränderungen durchlaufen. Ein Mangel an Halbleitern setzte bereits Anfang 2020 ein, als Autohersteller ihre Chip-Bestellungen nach einer Produktionsdrosselung kürzten. Dies führte zu massiven Werksstillständen und verlängerte die Lieferzeiten für Neuwagen auf sechs bis achtzehn Monate.
Da weniger Neuwagen verfügbar waren, wandten sich Käufer vermehrt dem Gebrauchtmarkt zu, was die Preise stark in die Höhe trieb. Zwischen 2021 und 2022 stiegen die durchschnittlichen Gebrauchtwagenpreise um etwa 19 Prozent. Die knappe Verfügbarkeit, insbesondere bei jüngeren Gebrauchtfahrzeugen, hielt die Werte auf hohem Niveau.
Bis 2025 hat sich die Lage etwas entspannt. Die durchschnittliche Standzeit eines Wagens beim Händler beträgt nun etwa 57 Tage – vor der Pandemie waren es noch rund 75 Tage. Modelle wie der VW Tiguan, der BMW X1 und der Audi Q3 haben ihren Wert gut gehalten, teilweise sogar mit Preisanstiegen. Drei Jahre alte Elektroautos erreichen hingegen nur noch etwa 50 Prozent ihres ursprünglichen Preises, während Benziner 63,5 Prozent und Diesel 62,2 Prozent behalten.
Experten prognostizieren für 2026 einen leichten Rückgang der Gebrauchtwagenpreise, da sich die Neuproduktion normalisiert. Die Nachfrage bleibt zwar stabil, doch der Markt kehrt allmählich zu ausgeglicheneren Bedingungen zurück. Die Wertunterschiede zwischen Elektro- und Verbrennern beim Wiederverkauf unterstreichen die anhaltenden Verschiebungen in den Käuferpräferenzen.






