Gefahrgut-Lkw auf A2 gestoppt: Natriumfluorid ohne Kennzeichnung transportiert
Alex TintzmannGefahrgut-Lkw auf A2 gestoppt: Natriumfluorid ohne Kennzeichnung transportiert
Ein Lastwagen mit gefährlichen Gütern wurde am frühen Dienstagmorgen auf der Autobahn A2 in der Nähe von Vlotho-West angehalten. Die Polizei griff ein, nachdem Autofahrer gegen 3:40 Uhr einen Lkw ohne funktionierende Beleuchtung, aber mit blinkender Warnblinkanlage gemeldet hatten. Später stellte sich heraus, dass das Fahrzeug Natriumfluorid ohne die vorgeschriebenen Sicherheitskennzeichnungen transportierte.
Die Autobahnpolizei Herford entdeckte den Lastwagen und wies ihn an der Ausfahrt Vlotho-West von der Autobahn. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass die Rückleuchten defekt waren und eines der beladenen Fässer nicht ordnungsgemäß gesichert war. Zudem fehlte die vorgeschriebene Warntafel für die gefährliche Ladung.
Die Behörden sperrten umgehend einen Bereich von 50 Metern um das Fahrzeug ab. Die Feuerwehr wurde hinzugezogen, um die gefährlichen Stoffe zu sichern, und sowohl der Fahrer als auch ein Polizeibeamter durchliefen vorsorglich eine Dekontamination. Die Einsatzkräfte verbringen derzeit den Inhalt des instabilen Fasses in einen sicheren Auffangbehälter, um Lecks zu verhindern.
Ermittler haben bereits mindestens vier Verstöße gegen die Vorschriften für den Transport gefährlicher Güter bestätigt. Der Lkw wurde als nicht verkehrssicher eingestuft und darf seine Fahrt nicht fortsetzen. Die Verkehrsabteilung der Bielefelder Polizei wird die Fahrtdatenschreiber des Fahrzeugs auswerten, um mögliche weitere Verstöße zu prüfen.
Der Lastwagen bleibt bis zum Abschluss der Umschichtung des Natriumfluorids durch die Feuerwehr immobilisiert. Die Polizei wird die Ermittlungen zu den Verstößen fortsetzen. Der Vorfall wirft Fragen zur Einhaltung der Transportbestimmungen für gefährliche Güter auf deutschen Autobahnen auf.






