19 April 2026, 14:35

Georg Restle attackiert ARD: "Normalisierung der AfD ist ein gefährlicher Irrweg"

Zeitung mit dem Text "Demokratische Presse: Eine Wochenzeitung" vor schwarzem Hintergrund.

Georg Restle attackiert ARD: "Normalisierung der AfD ist ein gefährlicher Irrweg"

Georg Restle, bekannter Moderator des ARD, kritisiert scharf den Umgang seines Senders mit der rechtsextremen AfD

Der prominente Journalist Georg Restle, einer der bekanntesten Gesichter der ARD, hat sich mit deutlichen Worten gegen die Berichterstattung seines Senders über die AfD positioniert. In jüngsten Stellungnahmen übt er nicht nur Kritik an den Strategien der Partei, sondern auch an redaktionellen Entscheidungen der ARD – und warnt vor weitreichenden Folgen für den Journalismus und die Gesellschaft.

Restle wirft der AfD vor, sich gezielt aus dem rechtsextremen Milieu zu bedienen, einschließlich gewaltbereiter Straßenbewegungen. Die Partei versuche systematisch, ihre extremistischen Verbindungen herunterzuspielen, während sie gleichzeitig ihre Agenda in die politische Mitte trage. Es sei ein Fehler, die AfD als normale politische Kraft zu behandeln, betont Restle.

Gleichzeitig richtet er scharfe Vorwürfe an die ARD-Führung: Die Kürzung der Sendezeit für sein investigatives Format Monitor bezeichnet er als "großen Fehler". Innerhalb des Senders hätten jene an Einfluss gewonnen, die eine Normalisierung der AfD-Berichterstattung vorantreiben – trotz Widerstand einiger Journalisten. Restle berichtet von "heftigem Gegenwind", wenn er die Partei kritisiere, und bedauert, dass viele Kollegen zögerten, die Narrative der AfD infrage zu stellen.

Darüber hinaus warnt Restle davor, dass die ARD ihre Kernaufgabe verrate, wenn sie sich auf bloße Ereignisberichterstattung beschränke, statt Zusammenhänge zu erklären. Eine unkritische Darstellung der AfD-Ideologie könnte die gesellschaftliche Spaltung weiter anheizen. Bei den innerparteilichen Flügelkämpfen sieht er kaum relevante Unterschiede zwischen den Lagern um Björn Höcke und Tino Chrupalla – beide verortet er fest im extremistischen Spektrum.

Restles Kritik offenbart die inneren Spannungen innerhalb der ARD über den Umgang mit der AfD. Seine Warnungen gehen über medienethische Fragen hinaus und verweisen auf die Gefahren, die drohen, wenn die Ideologie der Partei mit demokratischen Positionen gleichgesetzt wird. Der Moderator hat klargestellt: In der Wahlberichterstattung werde er der AfD nicht dieselbe Bühne bieten wie anderen Parteien.

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