Gesine Märtens wird neue Schatzmeisterin der Grünen – trotz innerparteilicher Kritik
Alex TintzmannGesine Märtens wird neue Schatzmeisterin der Grünen – trotz innerparteilicher Kritik
Die Grünen haben Gesine Märtens zur neuen Bundesschatzmeisterin gewählt. Die Entscheidung folgt auf den vorzeitigen Rücktritt der bisherigen Amtsinhaberin Manuela Rottmann. Die Parteimitglieder werden die Personalie auf einer anstehenden Konferenz in Hannover bestätigen.
Die Suche nach einer Nachfolgerin begann, nachdem Manuela Rottmann überraschend zurückgetreten war. Die Parteivorsitzende Franziska Brantner schlug Gesine Märtens als einzige Kandidatin vor, sodass keine Alternativen zur Diskussion standen.
Märtens, die dem pragmatischen "Realo"-Flügel der Grünen angehört, arbeitete zuvor von 2019 bis 2024 als Staatssekretärin im sächsischen Justizministerium. Ihre Nominierung löste jedoch innerparteiliche Debatten aus. Einige Mitglieder des Finanzrats kritisierten ihre mangelnde Erfahrung in der Verwaltung von Parteifinanzen, andere sahen sie als zu eng mit der Bundesführung verbunden an.
Der Finanzrat stimmte ihrer Berufung schließlich mit 22 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen zu. Trotz anfänglicher Vorbehalte gilt ihre Bestätigung durch die Basis auf der Hannoveraner Konferenz nun als so gut wie sicher.
Märtens wird das Amt nach der offiziellen Abstimmung auf dem Parteitag übernehmen. Ihr Hintergrund in der öffentlichen Verwaltung und ihre Verbundenheit mit dem Realo-Flügel prägten die Diskussionen um ihre Kandidatur. Die Partei geht nun mit einer neuen Schatzmeisterin an der Spitze in die nächste Phase.