07 February 2026, 11:12

Gewalt bei Autotreffen: Drei junge Männer nach Angriffen auf Polizisten unter Verdacht

Eine Gruppe von Polizeibeamten steht vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Fahrzeugen, einem Zaun, Bäumen und Pflanzen, mit Ziegelsteinen und einem Helm auf dem Boden, wahrscheinlich nach einer Bombenexplosion in Mexiko-Stadt.

Gewalt bei Autotreffen: Drei junge Männer nach Angriffen auf Polizisten unter Verdacht

Die Polizei in Osnabrück hat eine großangelegte Ermittlung zu gewalttätigen Vorfällen bei einem europaweiten Autotreffen im Dezember des vergangenen Jahres eingeleitet. Drei junge Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren gerieten unter Verdacht, unter anderem wegen Angriffe auf Beamte und Verstöße gegen die öffentliche Ordnung. Im Rahmen der laufenden Untersuchungen wurden am Freitagabend Durchsuchungen in Wohnungen und Gebäuden in Melle, Paderborn und Lage durchgeführt.

Im Mittelpunkt des Falls stehen die Ereignisse bei einem Autotreffen in Melle am 13. Dezember 2025. Nach Angaben der Ermittler sollen zwei der Beschuldigten Beamte bei deren Eintreffen mit Eiern beworfen und Pyrotechnik gezündet haben. Ein dritter Mann wird beschuldigt, ein Fahrzeug mit gefälschten Kennzeichen genutzt zu haben, das in Verbindung mit der Veranstaltung stand.

Die im Januar 2026 gebildete Sonderermittlungsgruppe prüft Vorwürfe wegen Aufruhrs, Urkundenfälschung und Angriffe auf Polizeibeamte. Obwohl bei den Durchsuchungen bedeutende Beweismittel sichergestellt wurden, sind bundesweit keine weiteren gewalttätigen Übergriffe auf Polizisten bei vergleichbaren Autotreffen im Jahr 2025 dokumentiert. Einzig ein Vorfall in Bad Urach am 5. Februar 2026 weist Parallelen auf.

Die Behörden betonen, dass die Ermittlungen weiterhin aktiv sind und weitere Ansätze verfolgt werden.

Die Aktion stellt einen wichtigen Schritt bei der Aufklärung der Dezember-Ausschreitungen dar. Die Behörden werten weiterhin die bei den Razzien beschlagnahmten Beweismittel aus. Bisher wurden keine weiteren Festnahmen bekannt gegeben.