03 April 2026, 16:46

"Ghost Bike" in Zwintschöna mahnt: Radfahrer stirbt nach Unfall auf gefährlicher Landesstraße

Eine Gruppe von Radfahrern fährt eine Straße entlang, mit Zuschauern am Straßenrand, einige tragen Helme und halten Fahnen, mit Bäumen, Gebäuden und Verkehrszeichen im Hintergrund.

"Ghost Bike" in Zwintschöna mahnt: Radfahrer stirbt nach Unfall auf gefährlicher Landesstraße

Ein weiß gestrichenes Ghost Bike steht nun am Friedrichsbad in Zwintschöna als Mahnmal für einen 64-jährigen Radfahrer, der bei einem Unfall ums Leben kam. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), Deutschlands größter Fahrradverband, hat die Gedenkstätte errichtet und fordert dringend mehr Sicherheit auf den Straßen Sachsen-Anhalts.

Der tödliche Zusammenstoß ereignete sich auf der Landesstraße 167, wo Tempo 100 erlaubt ist. Der ADFC kritisiert das Fehlen geschützter Radwege und verlangt sofortige Maßnahmen, um weitere Tragödien zu verhindern.

Am 20. Juni 2025 war ein 64-jähriger Radfahrer auf der Landesstraße 167 von einem Auto erfasst worden. Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und starb später im Krankenhaus. Als Reaktion darauf platzierte der ADFC am 1. April 2026 ein Ghost Bike an der Unfallstelle – das erste dieser Art in Sachsen-Anhalt.

Der Verband wirft der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) vor, sichere Radinfrastruktur zu vernachlässigen. Gefordert wird ein eigener Radweg entlang der Landesstraße 167, um Radfahrer vom schnellen Autoverkehr zu trennen. Zudem soll die Höchstgeschwindigkeit an der gefährlichen Kreuzung Reideburger Straße / Am Friedrichsbad auf 70 km/h gesenkt werden.

Langfristiges Ziel ist Vision Zero – ein Verkehrssystem ohne Tote oder Schwerverletzte. Der ADFC besteht darauf, dass Landstraßen in Sachsen-Anhalt durch bessere Planung und strengere Geschwindigkeitskontrollen für Radfahrer sicherer werden müssen.

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Das Ghost Bike am Friedrichsbad dient sowohl als Mahnmal als auch als Warnung. Der ADFC setzt die Behörden weiterhin unter Druck, die Bedingungen für Radfahrer zu verbessern – durch Tempolimits und geschützte Radwege. Ohne Veränderungen, so die Warnung, könnten auf den hochfrequentierten Straßen der Region weitere Menschen sterben.

Quelle