25 May 2026, 02:27

Giffey lehnt Kürzungen beim Elterngeld ab – und warnt vor Folgen für Familien und Arbeitsmarkt

Ehemalige Familienministerin Giffey warnt vor Kürzungen bei Elterngeld

Giffey lehnt Kürzungen beim Elterngeld ab – und warnt vor Folgen für Familien und Arbeitsmarkt

Die ehemalige deutsche Familienministerin Franziska Giffey hat sich gegen geplante Kürzungen beim Elterngeld ausgesprochen. Die Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die aktuelle Familienministerin Karin Prien unter Druck steht, die Ausgaben um rund 350 Millionen Euro zu senken. Kritiker argumentieren, dass solche Einschnitte zum falschen Zeitpunkt kämen – schließlich liegt die Geburtenrate in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit 1946.

Giffey verteidigte das bestehende System und bezeichnete das Elterngeld als unverzichtbar, sowohl für die Unterstützung von Familien als auch für den Arbeitsmarkt. Die Zahlungen halfen Eltern, Beruf und Kinderbetreuung besser zu vereinbaren und Karrierepausen zu verkürzen, betonte sie. Ihre Äußerungen folgten Berichten, wonach Priens Ministerium Einsparungen vornehmen müsse – wobei das Elterngeld möglicherweise zur Disposition stehe.

Giffey setzte sich zudem für Reformen ein, um eine gerechtere Aufteilung der Elternzeit zwischen den Partnern zu fördern. Dies würde ihrer Meinung nach die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz stärken und Eltern den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern.

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Auch andere Stimmen meldeten sich kritisch zu Wort. Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), lehnte die Kürzungspläne ab. Britta Altenkamp, Leiterin des Zukunftsforums Familie (ZFF), nannte die Debatte ein „verheerendes Signal“ für Familien, die ohnehin schon unter finanziellen Belastungen leiden.

Angesichts des historischen Tiefstands der Geburtenrate in Deutschland haben die geplanten Einsparungen Besorgnis ausgelöst. Jede Kürzung beim Elterngeld könnte sich darauf auswirken, wie Familien Kinderbetreuung und Berufstätigkeit unter einen Hut bringen. Die Ergebnisse von Priens Haushaltsprüfung werden zeigen, ob das bestehende System erhalten bleibt.

Quelle