Gil Ofarim schweigt im Dschungelcamp zu seinem Antisemitismus-Skandal – Mitcamper fordern Aufklärung
Alex TintzmannGil Ofarim schweigt im Dschungelcamp zu seinem Antisemitismus-Skandal – Mitcamper fordern Aufklärung
Gil Ofarim sieht sich im Dschungelcamp Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! erneut mit Kritik wegen seines früheren Antisemitismus-Skandals konfrontiert. Der Sänger war vor fünf Jahren beschuldigt worden, fälschlicherweise behauptet zu haben, ein Hotelmitarbeiter habe antisemitische Bemerkungen gegen ihn gemacht. Nun stellen Mitcamper sein Schweigen zur Sache infrage.
Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim einem Hotelangestellten in Leipzig antisemitische Äußerungen vorwarf. Das Landgericht Leipzig leitete im November 2023 ein Verleumdungsverfahren gegen ihn ein. Während der Verhandlung gab Ofarim zu, dass seine Vorwürfe falsch gewesen waren, und entschuldigte sich. Das Verfahren wurde gegen eine Zahlung von 10.000 Euro eingestellt.
In der Reality-Show weigerte sich Ofarim, den Vorfall zu thematisieren, und berief sich auf eine Unterlassungserklärung. Mitbewohner Ariel stellte ihn zur Rede und argumentierte, die Zuschauer verdienen eine Erklärung. Ariel warf Ofarim zudem vor, über die rechtlichen Beschränkungen zu lügen und sie als Ausrede zu nutzen, um sich der Verantwortung zu entziehen.
Die Mitcamperin Mirja du Mont deutete Ofarims Ausweichmanöver nicht als rechtliche Zwangslage, sondern als Gleichgültigkeit. Ofarim rechtfertigte seine Teilnahme an der Show damit, dass er das Geld für den Unterhalt seiner Familie brauche. Er betonte, seit seiner Kindheit auf der Bühne zu stehen und Rechnungen bezahlen zu müssen.
Ariel kritisierte später, Ofarim habe keine ehrliche öffentliche Entschuldigung angeboten – seine Motive seien finanzieller Natur und nicht von Reue geprägt.
Der Skandal war nach Ofarims Geständnis vor Gericht und der Zahlung der Strafe wieder in den Fokus gerückt. Seine Weigerung, sich im Fernsehen offen damit auseinanderzusetzen, stößt bei den Mitbewohnern auf Skepsis. Die juristische Einigung und seine finanzielle Begründung bleiben zentrale Punkte der anhaltenden Debatte.