Gorki-Theater schließt: Berlins Kulturszene verliert eine prägende Institution
Catrin KabusGorki-Theater schließt: Berlins Kulturszene verliert eine prägende Institution
Das Gorki-Theater in Berlin schließt seine Pforten – das Ende einer prägenden Ära für die Kultur der Stadt. Der Abschiedsabend markierte nicht nur das Aus für das Haus, sondern auch einen Wandel in seiner künstlerischen Ausrichtung.
Den Auftakt bildete Via Jikeli mit dem Lied „Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen“ aus Christian Weises „Der Untertan“. Später betrat Jonas Dassler die Bühne und sang „Fledermaus-Aussterbe-Lied“. Das Programm umfasste zudem ein Konzert mit Stücken aus jüngeren Produktionen, gefolgt von einer Feier.
Shermin Langhoff, die scheidende Intendantin, verzichtete auf eine lange Rede und bedankte sich stattdessen in kurzen Worten. Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Ehrung für sie. Der Abend unterstrich, wie das postmigrantische Theater mittlerweile fest im kulturellen Kanon verankert ist.
Nach der Veranstaltung zog die Gruppe weiter in eine Bar nach Neukölln. Während sich die Stadt und ihre Bewohner ständig verändern, bleiben solche vertrauten Orte unverändert.
Die Schließung des Gorki-Theaters bedeutet das Ende eines Kapitels für die Berliner Theaterszene. Der Abschiedsabend würdigte seine Verdienste und den nachhaltigen Einfluss des postmigrantischen Theaters. Gleichzeitig wurde Langhoffs Führung gewürdigt, während die Institution sich auf eine neue Phase vorbereitet.






