25 June 2026, 12:24

Gorlebens Atomlager in der Kritik: Genehmigung läuft 2034 aus – doch was kommt danach?

Nuklearabfall-Lagerung in Gorleben

Gorlebens Atomlager in der Kritik: Genehmigung läuft 2034 aus – doch was kommt danach?

Atomlager Gorleben steht vor wachsender Kritik – erste Genehmigung läuft bald aus

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Das Zwischenlager für atomaren Abfall in Gorleben gerät zunehmend in die Schusslinie, da die erste befristete Betriebsgenehmigung bald ausläuft. Die Anlage, die Anfang der 1980er-Jahre errichtet wurde, beherbergt derzeit 113 Castor-Behälter – doch wachsende Bedenken hinsichtlich der Sicherheit fordern grundlegende Änderungen.

Der Bau des Standorts erfolgte zwischen 1982 und 1983. Die Konstruktion umfasste 50 Zentimeter dicke Stahlbetonwände und eine 20 Zentimeter starke Dachplatte. Zwischen 1995 und 2011 wurden dort 113 Behälter mit hochradioaktivem Abfall eingelagert.

2024 begann die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mit dem Bau einer zehn Meter hohen Schutzwand um das Gelände. Zudem beantragte das Unternehmen eine Verlängerung der Betriebsgenehmigung um 20 Jahre. Kritiker halten diese Verlängerung jedoch für unzureichend, da sie die grundlegenden Schwächen der Anlage nicht behebe und keine dauerhafte Lösung darstelle.

Lokale Aktivisten bezeichnen die Anlage seit Langem als „Kartoffelscheune“ – ein spöttischer Verweis auf die unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen. Nach Forderungen von Umweltschutzgruppen wurde zwar eine Flugverbotszone über dem Gebiet verhängt, Anwohner berichten jedoch, diese werde häufig missachtet.

Da die erste Zwischenlager-Genehmigung 2034 ausläuft, empfehlen Experten eine Verlegung der Castor-Behälter. Ein speziell errichteter, moderner Neubau könnte eine sicherere Zwischenlagerung ermöglichen. Parallel dazu läuft die Suche nach einem dauerhaften Endlager in tiefen geologischen Schichten für Deutschlands hochradioaktiven Abfall weiter – die Fertigstellung wird voraussichtlich noch mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Gorleben bleibt vorerst eine provisorische Lösung für die Atommülllagerung. Doch die aktuelle Bauweise und die Sicherheitsmaßnahmen stehen unter zunehmendem Druck, sich zu ändern. Die Debatte um die Zukunft der Anlage zeigt die Herausforderungen auf, die mit der Verwaltung radioaktiver Abfälle einhergehen, solange ein langfristiges Endlager fehlt.

Quelle