Goslar testet Tempo-30-Zone in der Ohlofsiedlung für mehr Sicherheit
Catrin KabusGoslar testet Tempo-30-Zone in der Ohlofsiedlung für mehr Sicherheit
Goslar führt ab 9. April 2023 in der Ohlofsiedlung eine Testphase für eine Tempo-30-Zone ein. Das auf sechs Monate angelegte Pilotprojekt soll die Unfallzahlen senken und die Verkehrssicherheit verbessern – nachdem in dem Gebiet zwischen 2023 und 2025 insgesamt 18 Vorfälle registriert wurden. Sowohl Anwohner als auch der Stadtrat unterstützen die Initiative.
Die Testzone umfasst die Ohlhofbreite und die Kurt-Schumacher-Allee. Autofahrer sollen sich an eine V85-Geschwindigkeit von 36 km/h halten, was bedeutet, dass nicht mehr als 15 Prozent der Fahrzeuge schneller fahren dürfen. Während der Erprobungsphase sind weder Blitzer noch Kontrollen vorgesehen. Stattdessen wird die Stadt das Verkehrsverhalten durch regelmäßige statistische Erhebungen überwachen.
Auslöser für das Projekt war eine Petition, die 238 Ohlofbewohner für verkehrsberuhigende Maßnahmen unterzeichnet hatten. Im Rahmen des Tests wird die bisherige Vorfahrtsregelung durch die Regel "rechts vor links" ersetzt. Erreicht die Geschwindigkeitsreduzierung die gesetzten Ziele, könnte die Tempo-30-Zone dauerhaft eingeführt werden.
Sowohl der Ohlofer Nachbarverein als auch der Goslarer Stadtrat befürworten den Plan. Die Verantwortlichen erhoffen sich durch die verlangsamten Geschwindigkeiten eine höhere Verkehrssicherheit und eine verbesserte Lebensqualität im Stadtteil.
Die Testphase läuft bis Oktober 2023, wobei Daten gesammelt werden, um die Wirksamkeit der Maßnahme zu bewerten. Bei Erfolg könnte das reduzierte Tempolimit langfristig beibehalten werden. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob die Fahrer die V85-Vorgabe von 36 km/h einhalten.






