30 June 2026, 02:25

Großrazzia gegen mutmaßlichen Schleuserring in Cuxhaven und Bremerhaven

Großrazzia gegen Menschenhändler

Großrazzia gegen mutmaßlichen Schleuserring in Cuxhaven und Bremerhaven

Deutsche Behörden haben eine großangelegte Razzia gegen einen mutmaßlichen Schleuserring in den Regionen Cuxhaven und Bremerhaven eingeleitet. Drei deutsche Staatsbürger stehen unter Verdacht, Arbeiter aus Osteuropa illegal ins Land gebracht zu haben. Im Zusammenhang mit dem Fall werden zudem Vorwürfe wegen Lohnbetrugs und vorenthaltenen Sozialabgaben erhoben.

Die Ermittlungen begannen, nachdem eine belarussische Staatsbürgerin mit einem polnischen Visum am Flughafen Hannover eingereist war. Die Frau sollte angeblich über eine lokale Vermittlungsagentur als Pflegekraft in Privathaushalten arbeiten. Obwohl ihr die notwendigen Genehmigungen fehlten, habe die Agentur geplant, sie dennoch in Deutschland einzusetzen.

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Gegen die 53-jährige Inhaberin der Agentur wird wegen Schleusung, Nichtzahlung des Mindestlohns und Vorenthaltens von Sozialabgaben ermittelt. Zwei Männer, 57 und 30 Jahre alt, sehen sich ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt. Der Gruppe wird zudem vorgeworfen, rund 170 weiteren Pflegekräften keine angemessenen Löhne gezahlt und Sozialabgaben vorenthalten zu haben.

Rund 100 Beamte durchsuchten sechs Wohnungen und Geschäftsräume in Bremerhaven und Cuxhaven. Die Zollfahndung leitet die Ermittlungen, die Teil einer größeren Offensive gegen die gewerbsmäßige Einschleusung von Osteuropäern nach Deutschland sind. Die Auswertung der beschlagnahmten Beweismittel könnte mehrere Wochen dauern.

Die Beschuldigten bleiben wegen Menschenhandels, Verstößen gegen das Lohnrecht und Sozialbetrugs in Untersuchung. Die Behörden werten weiterhin Dokumente und Beweise aus, die bei den Durchsuchungen sichergestellt wurden. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Beschäftigung und Ausbeutung im Pflegebereich zu bekämpfen.

Quelle