27 March 2026, 10:31

Großrazzia in Ahlhorn: Zoll und Polizei decken Schwarzarbeit und Steuerbetrug auf

Braune Pappkiste mit blauem Aufkleber mit der Aufschrift "Polizei Politique Surete de L'Etat" und einem Auge in der Mitte.

Großrazzia in Ahlhorn: Zoll und Polizei decken Schwarzarbeit und Steuerbetrug auf

Großrazzia in Ahlhorn: Behörden gehen gegen Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße vor

Am 12. September 2025 fand in Ahlhorn eine groß angelegte Kontrollaktion statt, bei der Behörden gegen nicht angemeldete Beschäftigung und Verstöße gegen den Mindestlohn vorgingen. Rund 100 Beamte von Zoll, Polizei und lokalen Ämtern durchsuchten zehn Bars und Geschäfte entlang der Wildeshauser Straße. Die Überprüfungen dauerten bis in die späten Abendstunden und förderten mehrere Unregelmäßigkeiten zutage.

An der gemeinsamen Aktion beteiligten sich Zollbeamte, Polizeikräfte sowie Vertreter des Landkreises Oldenburg und der Gemeinde Großenkneten. Die Teams prüften unter anderem die Mitarbeiterregistrierungen, die Einhaltung des Mindestlohns und die Befolgung der Arbeitsgesetze. Zudem wurden Gaststättenlizenzen, Handelsvorschriften und Sicherheitsstandards kontrolliert.

Bei den Kontrollen entdeckten die Beamten in zwei Betrieben unversteuerten Kaffee, was zu Nachzahlungen und Zollaufschlägen führte. Zudem wurde ein Kilogramm nicht ordnungsgemäß versteuerten Shisha-Tabaks beschlagnahmt, woraufhin gegen einen Betrieb ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet wurde. Außerdem sicherten die Ermittler aus einem Safe möglicherweise gefälschte Dokumente.

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Stephanie Grotheer, Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, lobte die effiziente Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden. Hendrik Raytarowski, Chef der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), betonte die Bedeutung fairer Arbeitsbedingungen und die Notwendigkeit, illegale Beschäftigungsstrukturen zu unterbinden. Im Rahmen der Aktion wurde die Wildeshauser Straße zeitweise bis etwa 21:30 Uhr gesperrt.

Die Razzia in Ahlhorn reiht sich in ähnliche Maßnahmen in Niedersachsen ein, darunter eine bundesweite Schwerpunktkontrolle im Baubereich in Hannover und Lüneburg im März 2026. Bereits am vorherigen Dienstag hatten 66 Zollbeamte aus Braunschweig bei einer regionalen Aktion mehrere Standorte überprüft.

Die Kontrollen in Ahlhorn führten zu Geldstrafen, Beschlagnahmungen und laufenden Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung. Die Behörden kündigten an, weitere Überprüfungen durchzuführen, um die Einhaltung von Arbeits- und Handelsrecht sicherzustellen. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Schwarzarbeit und illegale Geschäftspraktiken in der Region zu bekämpfen.

Quelle