Grüne attackieren Bundesregierung wegen Aufweichung des Verbrenner-Verbots
Alex TintzmannGrüne attackieren Bundesregierung wegen Aufweichung des Verbrenner-Verbots
Grüne-Fraktionschefin wirft Bundesregierung "Zukunftsblindheit" in Klimapolitik vor
Ankündigung der Bundesregierung, das EU-Verbot für neue Verbrenner aufzuweichen, stößt auf scharfe Kritik
Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katharina Dröge, übt harte Kritik an der Klimapolitik der schwarz-gelben Koalition. Gegenüber dem Sender Phoenix erklärte sie am Samstag: "Diese Woche hat die Koalition deutlich gemacht, dass Klimaschutz für uns offenbar keine Priorität mehr hat."
- November 2025, 11:55 Uhr
Stichworte: Klimawandel, Umweltpolitik, Gesetzgebung, Politik
Katharina Dröge, Fraktionsvorsitzende der Grünen, hat die Klimapolitik der unionsgeführten Bundesregierung scharf angegriffen. Sie wirft der Bundesregierung vor, gezielt das geplante EU-weite Verbot für Neuzulassungen von Verbrennermotoren auszuhebeln. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase wachsender Skepsis gegenüber dem Kurs von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Dröge betonte, die Koalition habe in dieser Woche unmissverständlich signalisiert, dass der Klimaschutz für sie keine vordringliche Aufgabe mehr sei. Besonders machte sie den Koalitionsvordenker Jens Spahn (CDU/CSU) für die Verwässerung des ab Dezember 2025 vorgesehenen EU-Verbots von Verbrennermotoren verantwortlich.
Ihre Kritik unterstreicht die tiefen Gräben in der Klimapolitik innerhalb der Regierungskoalition. Der Vorstoß, das Verbrenner-Aus aufzuweichen, trifft zunehmend auf Widerstand – auch aus den eigenen Reihen. Dröges Vorwürfe erhöhen den Druck auf Kanzler Merz, eine klare Linie in der Umweltpolitik vorzulegen.