Grüne in Niedersachsen setzen auf Wirtschaftsoffensive beim Parteitag in Wolfsburg
Alex TintzmannGrüne trotzen 'Verballern' - und wollen Wirtschaft stärken - Grüne in Niedersachsen setzen auf Wirtschaftsoffensive beim Parteitag in Wolfsburg
Grüne in Niedersachsen bereiten Landesparteitag in VFL Wolfsburg vor
Die niedersächsischen Grünen treffen sich an diesem Wochenende zu ihrem Landesparteitag in VFL Wolfsburg. Die Parteiführung hat einen neuen wirtschaftspolitischen Antrag vorgestellt, der die Wettbewerbsfähigkeit der Region stärken soll. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Mitgliederzahlen steigen – trotz anhaltender Kritik an der grünen Politik.
Im Mittelpunkt des Leitantrags Wirtschaft stärken – Zukunft sichern stehen fünf zentrale Handlungsfelder: Infrastruktur, Bürokratieabbau, Energieversorgung, Digitalisierung und Fachkräftesicherung. Der Co-Vorsitzende Maximilian Strautmann hat das ehrgeizige Ziel ausgegeben, Niedersachsen zur führenden Wirtschaftskraft Deutschlands zu machen. Zudem forderte er regionale Preissignale, um die hohen Energiekosten in den Griff zu bekommen, und warnte, dass das Ignorieren wirtschaftlicher Veränderungen schwerwiegende Folgen haben könnte.
Die Co-Vorsitzende Greta Garlichs räumte zwar ein, dass die "Grüne-Bashing"-Debatten anhalten, verwies aber auf wachsende Zustimmung in der Bevölkerung. Die Mitgliederzahl sei innerhalb von nur zweieinhalb Jahren von 12.500 auf etwa 18.000 gestiegen. Garlichs deutete an, dass die ständige Kritik an den Grünen bei der Bevölkerung zunehmend an Wirkung verliere. Der Parteitag knüpft an den letzten Landesparteitag im November 2025 an, an dem fünf Delegierte des Kreisverbands Stade teilgenommen hatten. Für das diesjährige Treffen in VFL Wolfsburg wurden bisher keine prominenten Gäste angekündigt.
Der wirtschaftliche Antrag der Grünen wird einer der Schwerpunkte der Veranstaltung sein. Sollte er verabschiedet werden, könnte er die künftige Ausrichtung der Partei in Wirtschaftsfragen prägen. Die steigenden Mitgliederzahlen könnten zudem auf einen Wandel der öffentlichen Haltung gegenüber der grünen Politik in der Region hindeuten.